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Wichtiger als Sieg-Hattrick: Herthas viele Mai-Baustellen

Hertha BSC könnte die Rest-Saison einfach dahinplätschern lassen. Bei den Berlinern ist aber an Ruhe nicht zu denken. Mehrere Personalien sind nach der nächsten Last-Minute-Enttäuschung pikant.
Hertha BSC - Hannover 96
Enzo Leopold (l) von Hannover schiesst per Kopfball den Ausgleich zum 1:1. © Soeren Stache/dpa

Drei Siege in Serie klingen für Hertha BSC wie eine fixe Idee. Kein Mal gelang das den Berlinern in dieser Zweitliga-Saison. Also hatte Pal Dardai den dreifachen Dreier als Motivationskick für den Saison-Schlussspurt auserkoren. Gegen Hannover 96 wurde beim 1:1 ein Erfolg als Grundstein wieder in der Nachspielzeit verspielt - ein Dauersymptom in der aus Sicht von Abwehr-Routinier Toni Leistner «verschenkten Saison».

Noch kann ein Sieg-Hattrick als Wohlfühlfaktor nach der leichtfertig verspielten Aufstiegschance gelingen. Kaum einer braucht ihn so sehr wie Dardai. Der Trainer ist das Schlüsselthema unter vielen Personalien.

Das Thema Dardai:

Längst läuft in der Hauptstadt die Trainer-Diskussion. Muss der von den Fans verehrte Dardai zum dritten Mal als Chefcoach gehen? War das «Übergangsjahr» unter ihm nach dem Abstieg ein Erfolg? Oder eine Enttäuschung? Die Meinungen gehen auseinander. Die Hertha hat sich im freien Fall stabilisiert, das spricht für Dardai. Aber es wurde nicht alles herausgeholt. Das spricht gegen Dardai als potenziellen Aufstiegscoach.

Das Serien-Versagen mit Gegentoren in den letzten Spielminuten, das weit mehr als ein Dutzend Punkte kostete, konnte der Trainer nicht abstellen. «Das verfolgt uns. Es war jedes Mal ähnlich», sagte Dardai.

Die Frage hinter den Kulissen lautet, wie sehr 777 Partners als Geldgeber entscheidend eingreift. Der knurrige Ungar Dardai passt nicht ins Portfolio. Mit seinem Drei-Siege-Plan hat der 48-Jährige den richtigen Akzent gesetzt. Geht die Hertha beschwingt aus der Saison, wäre eine Trennung schwer zu vermitteln.

Das Thema Maza:

Dardais ganze Impulsivität bekam Ibrahim Maza nach dem Halbzeitpfiff gegen Hannover zu spüren. Der 18-Jährige wurde vom Trainer auf dem Platz zusammengestaucht - öffentlich sichtbar. Defensive Faulheit kann dieser nie, nie, nie tolerieren. «Da muss man wie ein Vater manchmal hart sein, da kann man nicht nur nett sein, damit er für das Leben lernt», sagte der Trainer. Die Lektion für Maza wird in dessen Karriere eine Anekdote bleiben.

Die Frage für die Hertha ist eine andere. Wie geht es weiter mit den Talenten, die in Vielzahl in dieser Saison viel Spielzeit bekamen. Dardais Sohn Bence (18) hat keine Geduld und geht zum VfL Wolfsburg in die Bundesliga. Auch Maza (Vertrag bis 2026) ist von besseren und reicheren Clubs umworben. Doch die Berliner brauchen ihre Nachwuchsspieler. «Geld haben wir nicht, aber Talente haben wir. Also arbeiten wir mit denen», sagte Dardai.

Das Thema Barkok:

Natürlich geht es für Sportdirektor Benjamin Weber im Sommer darum, die Offensiv-Stars Fabian Reese und Haris Tabakovic zu halten. Wie kompliziert das Transfergeschehen wieder werden wird, macht aber derzeit die Personalie Aymen Barkok deutlich. Zwölfmal spielte die Winter-Leihgabe von Mainz 05, zehnmal von Anfang an. Beim nächsten Starteinsatz soll eine Kaufpflicht in Höhe von 600 000 Euro greifen. Viel Geld für die Hertha. Gegen Hannover saß der 25-Jährige auf der Bank, obwohl Dardai nach Ausfällen umstellen musste. Zufall?

«Wir entscheiden immer sportlich», sagte der Trainer. «Es ist einfach der Situation geschuldet, auch mal ein paar andere Spieler auf den Platz zu bringen», sagte Weber. Barkok würde man wohl schon gerne behalten. Ob er ohne Kaufpflicht billiger zu haben wäre?

Das Thema Leistner:

Dardai bemühte das Bild vom «Papa Bär». Toni Leistner musste die Aufgaben als Motivator und Förderer im überwiegend jungen Kader lernen - in der Reservistenrolle nicht einfach für den 33-Jährigen. Umso glücklicher war der Abwehr-Routinier, gegen Hannover mal wieder in der Startelf zu stehen. Für das klaglose Erfüllen aller Pflichten gab es von Dardai ein Sonderlob - wie auch für Stürmer Florian Niederlechner (33).

Der Trainer hat in dieser Saison die Erkenntnis gewonnen, dass es ohne Erfahrung nicht gelingen wird, Richtung Bundesliga denken zu können. Leistner wird für diesen Traum am Ball bleiben. «Ich bin in einem Alter, in dem ich nicht Woche für Woche nach Veränderungen schaue. Ich habe hier für zwei Jahre für ein Projekt unterschrieben, das gehe ich auch in der nächsten Saison an», versprach er.

© dpa ⁄ Arne Richter und Patricia Bartos, dpa
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