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Welcome Center Cottbus für Arbeitskräfte wird gut angenommen

Die Lausitz braucht im Strukturwandel Fach- und Arbeitskräfte. Ein Willkommenscenter soll Anlaufstelle für Migranten und Zuzügler sein. Der Rathauschef hat einen Appell an die Politik.
Tobias Schick
Tobias Schick (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Cottbus. © Patrick Pleul/dpa

Ein Willkommenszentrum für den Zuzug und die Integration von Arbeitskräften im Strukturwandel hat sich nach Einschätzung der Stadt Cottbus ein halbes Jahr nach dem Start bewährt. Es sei ein gutes Signal, dass die Öffnungszeiten erweitert werden müssten, weil der Bedarf wachse, erklärte Oberbürgermeister Tobias Schick am Dienstag. Das «Welcome Center» habe in den ersten sechs Monaten 326 Besucherinnen und Besucher betreut.

Oberbürgermeister: Stetige Finanzierung wird gebraucht

«Das Center ist ein Teil unseres Integrationspaketes, um Menschen in Cottbus/Chóśebuz heimisch werden zu lassen und möglichst schnell in Arbeit oder Ausbildung zu bringen», sagte der Oberbürgermeister. Für die Migrationssozialarbeit werde allerdings eine stetige Finanzierung durch das Land gebraucht, die Förderung laufe zum Jahresende aus, machte der SPD-Politiker deutlich. «Unser Appell ist, die Förderung in diesem Jahr vor den Wahlen langfristig zu sichern.»

In Cottbus leben nach Informationen der Stadtverwaltung aktuell mehr als 12 500 ausländische Menschen. Vor zehn Jahren waren es 3680. Im Center werden zudem Menschen betreut, die nach Cottbus ziehen oder dorthin zurückkehren. Ferner gibt es Beratung für junge Menschen über Möglichkeiten von ersten Auslandsaufenthalten für Bildung. Die Agentur für Arbeit wird künftig Berufsberatung anbieten.

Integrationsprogramm mit ersten Ergebnissen

Integriert in die Arbeit ist das Programm «Spurwechsel». Es war im vergangenen Sommer mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz eingeführt worden und gilt für Menschen, die bis zum 29. März dieses Jahres einen Asylantrag gestellt haben. Die Maßnahmen sollen Integration fördern und helfen, den Arbeitskräftemangel zu beheben. Mit dem Center gegenüber vom Rathaus gibt es eine konkrete Anlaufstelle für Menschen mit Migrationsbiografie, die in unsicheren Aufenthaltstiteln in Cottbus leben. Die Mitarbeitenden des Welcome Centers haben in diesem Bereich inzwischen etwa 150 Menschen ausgemacht, wie die Stadt weiter mitteilte. Derzeit würden 14 Personen direkt betreut. Cottbus ist den Angaben nach die erste «Spurwechsel»-Kommune im Land.

Derzeit werden über das Programm mit einem Finanzierungsvolumen von 1,8 Millionen Euro 23 Stellen in der Migrationssozialarbeit, beispielsweise an Schulen oder in der Sprachförderung, finanziert. Hinzu kommen Mittel für das Integrationsbudget in Höhe von etwa 450.000 Euro, Land und Stadt tragen jeweils die Hälfte.

© dpa
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