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Schleswig-Holstein steht vor Mangel an Arbeitskräften

Schleswig-Holstein werden in den kommenden Jahren Arbeits- und Fachkräfte fehlen. Das bedeutet aber nicht automatisch weniger Arbeitslose im Land.
Chef der Arbeitsagentur Nord Markus Biercher
Markus Biercher, Chef der Arbeitsagentur Nord, bei einer Pressekonferenz. © Jens Büttner/dpa/Archivbild

Schleswig-Holstein muss sich in den kommenden Jahren auf einen wachsenden Mangel an Arbeits- und Fachkräften einstellen. Gleichzeitig sei zumindest im laufenden Jahr mit einer steigenden Arbeitslosenzahl zu rechnen, sagte der Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Markus Biercher, am Montag. Der Höchststand der Beschäftigung mit aktuell knapp 1,054 Millionen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen werde bald überschritten sein, sagte Biercher.

Im Jahresvergleich 2023 zu 2022 stieg die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein im Durchschnitt um 6200 auf 87.800. Für das laufende Jahr rechne er mit einer ähnlichen Entwicklung, sagte Biercher. Gleichzeitig werde aber die Beschäftigung 2024 noch weiter zunehmen. «Die Arbeitsmarktlage bleibt insgesamt stabil.» Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahr ist nach Bierchers Angaben vor allem auf den Krieg Russlands gegen die Ukraine zurückzuführen.

Biercher sprach von einem zweigeteilten Arbeitsmarkt. Qualifizierte Arbeitskräfte hätten kein Problem, einen Job zu finden. Geringqualifizierte hingegen hätten es schwer, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Daher sei Qualifizierung weiter sehr wichtig.

Der Chef der Regionaldirektion nannte die Sicherung von Arbeits- und Fachkräften eine zentrale Herausforderung. 2025/26 werde der Höhepunkt der Beschäftigung erreicht sein. «Dann schlägt die Demografie voll durch.» Immer mehr Arbeitnehmer aus den geburtenstarken Jahrgängen kämen jetzt ins Rentenalter. Jeder zehnte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Schleswig-Holstein sei bereits älter als 60 Jahre. Unternehmen müssten diese Entwicklung vor allem mit Automatisierung auffangen.

Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) betonte die Bedeutung der Zuwanderung von Arbeitskräften. Die Herausforderung des demografiebedingten Arbeits- und Fachkräftemangels bleibe bestehen. So habe die Landesregierung als eine Maßnahme ein Welcome Center eingerichtet, um Schleswig-Holstein im Wettbewerb zu stärken und Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland zu unterstützen.

Schleswig-Holstein steht nach Madsens Angaben in einem harten Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte mit anderen Bundesländern und Deutschland mit anderen Staaten. Der Norden habe als Land mit zwei Meeren, hoher Lebensqualität und viel grüner Energie aber gute Argumente. «Wir werden diese Köpfe brauchen», sagte der Minister. Er appellierte, Arbeitskräfte aus dem Ausland auch schon vor dem Ende eines Sprachkurses zu beschäftigen. Da müsse Deutschland flexibler werden und solche Entscheidungen den Unternehmen überlassen.

© dpa
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