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Sachsen möchte Geflüchtete schneller in Arbeit bringen

Integration durch Arbeit: Menschen aus anderen Ländern können sich am besten in einer neuen Heimat einleben, wenn sie schnell eine Arbeit finden und so ihr Leben selbst finanzieren können.
Stellenangebote in Sachsen
Ein Schild weist auf freie Stellen für Fachkräfte auf dem Bau hin. © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Sachsen will Flüchtlinge rascher in den Arbeitsmarkt vermitteln. Das müsse gelingen, auch wenn die Deutschkenntnisse Betroffener vielleicht noch nicht perfekt seien, sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) am Mittwoch in Dresden. «Dies trägt entscheidend zu einer schnelleren Integration bei.» Arbeit schaffe Akzeptanz.

Hoffnung setzt die Ministerin dabei in neue Angebote der Bundesregierung wie zum Beispiel berufsbegleitende Sprachkurse. «Sprache erlernen, die im Berufsalltag gebraucht wird - idealerweise direkt im Berufsalltag in den Betrieben: Das ist für mich genau der richtige Ansatz.»

Nach Angaben der Arbeitsagentur waren im Januar in Sachsen knapp 10 400 Menschen aus acht Hauptherkunftsländern von Flüchtlingen sowie weitere rund 12 300 Ukrainerinnen und Ukrainer arbeitslos gemeldet. Gut 9800 Betroffene nahmen an Integrationskursen teil - sie gelten in dieser Zeit nicht als arbeitslos.

Man wolle helfen, dass Absolventen dieser Kurse so schnell wie möglich Arbeitserfahrungen erhielten und auch einen schnelleren Einstieg in Qualifizierungen ermöglichen, hieß es. Aktuell seien fast 28 000 Flüchtlinge beschäftigt, die meisten sozialversicherungspflichtig.

Nach den Worten von Michaela Ungethüm, Vizechefin der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, ist der Bedarf der Wirtschaft an Arbeitskräften hoch. Es gebe rund 36 800 offene Stellen im Freistaat. «Wir wollen, dass die Geflüchteten ihre fachlichen Kompetenzen einbringen und gleichzeitig ihre Sprachkenntnisse vor allem im beruflichen Kontext ausbauen können.»

Deshalb habe die Bundesregierung im Herbst 2023 den «Job-Turbo» initiiert. Köpping hält es für richtig, wenn die Jobcenter zur Sondierung schon in Einrichtungen der Erstaufnahme gehen und dort Eignungen und Fähigkeiten von Migranten ermitteln. Das habe sich bereits in den Jahren 2015 und danach bewährt.

«In immer mehr Branchen und Berufsgruppen fehlen Menschen mit passenden Qualifikationen», machte Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Kralinski (SPD) geltend. Derzeit unterstützten 78 Mentoren Unternehmen bei der Vermittlung von Flüchtlingen. Seit 2020 seien mehr als 4200 Menschen mit ausländischen Wurzeln und mehr als 1800 Firmen begleitet worden. Im Ergebnis habe man mehr als 2300 Betroffene in sozialversicherungspflichtige Jobs vermitteln können.

Köpping hält es für wichtig, Flüchtlingen auch ein Signal des Willkommens zu übermitteln. Manche Landkreise und kreisfreien Städte würden das bereits gut machen, vielleicht fehle aber flächendeckend ein entsprechendes Signal.

Die Ministerin berichtete von einer kürzlichen Reise nach Brasilien, die einen praktischen Erfolg gezeigt habe. 60 Frauen und Männer aus diesem Land kämen nun als Pflegefachkräfte nach Sachsen. In Brasilien habe man auch nach dem gesellschaftlichen Klima in Sachsen gefragt. Deshalb sei eine Willkommenskultur für die dringend benötigten Fach- und Arbeitskräfte wichtig. Zugleich forderte Köpping eine schnelle Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Hier sei mehr Pragmatik erforderlich.

© dpa
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