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Unfälle bei Tesla ohne Schaden für Wasserschutzgebiet

Der US-Elektroautobauer Tesla hat in den Jahren 2022 und 2023 bislang 26 Betriebsstörungen im Werk Grünheide gemeldet. Nicht alle Vorfälle gelten als «umweltrelevant», wie aus einer am Mittwoch veröffentlichen Antwort des Sozial- und Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht. Das seien Fälle, in denen «schädliche Stoffe oder sonstige Einwirkungen» in die Umwelt gelangten.
Tesla
Auf einer Tesla Ladestation in einem Tesla Showroom ist das Logo des Herstellers zu sehen. © Christophe Gateau/dpa/Archivbild

Die Störungen betrafen unter anderem die Lackiererei, Gießerei sowie einen illegalen Abfallplatz, dessen Beseitigung angeordnet wurde. Die Behörden sahen jedoch in den vom Ministerium aufgelisteten Fällen keine Beeinträchtigungen des Wasserschutzgebietes, in dem auch ein Teil des Tesla-Geländes liegt.

Die Landesarbeitsschutzbehörde untersuchte seit 2021 sieben Arbeitsunfälle auf dem Tesla-Gelände, wie das Ministerium in seiner Antwort mitteilte. Die meisten von ihnen erfüllten demnach nicht die Definition eines schweren Unfalls, der beispielsweise Verletzungen mit mehr als sechs Wochen stationärer Behandlung nach sich zieht. Ebenso wie einen bleibenden Körperschaden mit Anspruch auf eine gesetzliche Unfallrente. Im September teilte das Ministerium teilte bereits mit, dass die Zahl der Arbeitsunfälle nicht als ungewöhnlich einzustufen sei.

Der US-Elektroautobauer startete im März 2022 die Autoproduktion in Grünheide. Bereits im September waren Vorfälle mit ausgetretenen Stoffen sowie Arbeitsunfällen im Werk bekannt geworden. In den Jahren 2022 und 2023 hat das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit 59 Besichtigungen auf der Baustelle und dem Werk in Grünheide durchgeführt. An 18 Terminen seien Betriebsbereiche von Tesla sowie Fremdfirmen und eine Baustelle unangekündigt besichtigt worden.

Bislang seien drei Bußgeldbescheide erlassen worden, die sich auf Tätigkeiten durch Nachauftragnehmer bezogen hätten - unter anderem wegen mangelhaftem Staubschutz und zu schlechter Absturzsicherung. Es seien Probleme mit Staubbelastungen und Lüftungsanlagen sowohl in Büros als auch auf der Baustelle festgestellt worden.

© dpa
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