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Tesla fährt Betrieb nach Anschlag hoch: Musk soll kommen

Bei Tesla ist in Deutschland einiges los: Ein Anschlag legt die Autoproduktion mehrere Tage still. Nun kündigt sich laut einem Bericht der Chef aus den USA an.
Tesla-Chef Elon Musk
Elon Musk, Tesla-Chef, steht bei einem Pressetermin in der Gießerei der Tesla Gigafactory in Grünheide bei Berlin. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Der US-Elektroautobauer Tesla steht nach dem Anschlag auf die Stromversorgung seiner Autofabrik in Grünheide vor großen Herausforderungen - und möglicherweise hohem Besuch. Tesla-Chef Elon Musk hat sich nach einem Bericht von «Table Media» am Mittwoch in dem Werk bei Berlin angesagt. Der Autobauer äußerte sich dazu am Dienstag nicht. Der Mediendienst beruft sich auf Unternehmenskreise. Er schrieb auch, dass möglicherweise Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zu einem Besuch erwartet wird. Regierungssprecher Florian Engels äußerte sich dazu ebenfalls nicht.

Seit Montag ist Tesla in dem Werk in Brandenburg nach einem tagelangen Stromausfall wieder am Netz. Das Hochfahren der Produktion könnte dauern. «Das ist sehr schwer vorhersehbar», hieß es am Dienstag aus dem Unternehmen. Jede Steuerung eines Roboters müsse einzeln wieder gestartet werden. Erst im Januar hatte Tesla wegen der unsicheren Lage am Roten Meer die Produktion für knapp zwei Wochen unterbrochen.

Bisher unbekannte Täter hatten am Dienstag vergangener Woche auf einem Feld in Ostbrandenburg Feuer an einem frei zugänglichen Strommast gelegt, der Teil der Stromversorgung der Autofabrik in Grünheide ist. Die linksextreme Vulkangruppe erklärte, sie sei für den Anschlag verantwortlich. Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen.

Ganz in der Nähe der Fabrik protestieren Umweltaktivisten gegen Tesla und gegen Elektromobilität. Die Polizei duldet das Camp mit Baumhäusern vorläufig bis Freitag (15. März). Mit der Besetzung seit Ende Februar will die Initiative «Tesla stoppen» eine Rodung des Waldstücks im Zuge einer Erweiterung des Tesla-Geländes verhindern. Die Initiative gab an, sie habe mit dem Anschlag nichts zu tun.

Die Aktivisten bereiten sich auf eine mögliche Räumung des Waldstücks vor, das dem Land Brandenburg gehört. SPD-Landtagsfraktionschef Daniel Keller forderte von Innenminister Michael Stübgen (CDU) und Umweltminister Axel Vogel (Grüne), den Protest am Freitag zu räumen, da es sich um Privatgelände handle.

© dpa
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