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Prozess um tödlichen Raubüberfall: Zwei Männer vor Gericht

Ein 61-Jähriger wird in seiner Wohnung überfallen, zu Boden gebracht, beraubt. Der Angriff soll einen Herzinfarkt verursacht haben. Einer der beiden Angeklagten sprach nun von einem tragischen Unfall.
Kriminalgericht Moabit
Landgericht Berlin und Staatsanwaltschaft Berlin. © Sonja Wurtscheid/dpa

Knapp sieben Monate nach einem am Ende tödlichen Raubüberfall auf einen 61-Jährigen in Berlin-Lichtenberg hat der Prozess gegen zwei Männer begonnen. Die Staatsanwaltschaft legt den 37 und 38 Jahre alten Angeklagten Raub mit Todesfolge zur Last. Das Opfer war kurz nach dem Überfall an einem Herzinfarkt gestorben. Der Angriff habe das Herzversagen verursacht, heißt es in der Anklage. Zu Prozessbeginn am Montag vor dem Berliner Landgericht äußerte einer der Angeklagten Bedauern und erklärte, es habe sich um einen «tragischen Unfall» gehandelt.

Die beiden Männer sollen laut Staatsanwaltschaft am Abend des 23. August vorigen Jahres bei dem 61-Jährigen geklingelt haben, um «unter Gewaltanwendung Zigaretten, Geld, Drogen und andere Gegenstände zu entwenden». Der 37-Jährige habe das Opfer sofort nach Betreten der Wohnung zu Boden gebracht, ihm Mund und Nase zugehalten und ihn gewürgt, heißt es in der Anklage. Der 38-Jährige habe nach Beute gesucht. Als ein Bekannter des 61-Jährigen an der Wohnungstür klingelte, seien die mutmaßlichen Räuber geflohen. Sie hätten mehrere Stangen Zigaretten erbeutet.

Der 37-Jährige gab vor Gericht zu, dass er dem Mann den Mund zugehalten habe - «um Hilferufe zu verhindern». Gewürgt habe er den 61-Jährigen allerdings nicht. Was geschehen sei, tue ihm sehr leid. Der Mitangeklagte habe die Idee zu der Tat gehabt. Dagegen erklärte der 38-Jährige, ein Überfall auf den 61-Jährigen sei nicht geplant gewesen. Sie hätten Drogen und Zigaretten bei dem Mann kaufen wollen. In einem Streit habe der 37-Jährige das Opfer angegriffen - «was er mit ihm am Boden machte, weiß ich nicht».

Die deutschen Angeklagten wurden drei Wochen nach der Tat festgenommen und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Der Prozess geht am 13. März weiter.

© dpa
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