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Raubüberfall durch falschen Paketboten: Angeklagter schweigt

Ein Senior erwartet ein Paket und öffnet einem angeblichen Boten arglos die Tür. Als er dem Mann in einer DHL-Jacke den Empfang der Lieferung quittieren soll, wird er geschlagen, gefesselt, beraubt.
Justiz
Das Gesetzbuch "Strafrecht" steht auf einem Tisch in einem Verhandlungssaal im Kriminalgericht Moabit. © Monika Skolimowska/dpa

Weil er als falscher Paketbote einen Senior in dessen Wohnung überfallen und beraubt haben soll, steht ein 23-Jähriger vor dem Berliner Landgericht. Der Angeklagte und ein bislang unbekannter Mittäter sollen im Februar 2022 einen heute 73-jährigen Mann zu Boden gebracht, mehrfach geschlagen und gefesselt haben. 4500 Euro hätten die Täter erbeutet. Die Anklage lautet auf schweren Raub und gefährliche Körperverletzung. Der 23 Jahre alte Student schwieg zu Prozessbeginn am Montag zu den Vorwürfen.

Der Angeklagte soll laut Ermittlungen eine Jacke des Zustellers DHL getragen und an der Haustür des Mehrfamilienhauses in Berlin-Kreuzberg geklingelt haben. Dabei habe er angekündigt, dass er eine Unterschrift benötige. An der Wohnungstür sollen der 23-Jährige und ein Mittäter den Senior attackiert haben. Er sei «unter Schlägen zu Boden gedrückt und mehrfach nach einem Tresor befragt worden, den er aber nicht hatte», heißt es in der Anklage. Um den Druck auf das Opfer zu erhöhen, hätten die Täter einen mitgebrachten Trennschleifer an den Strom angeschlossen.

Der 73-Jährige sagte nun als Zeuge, er arbeite an Oldtimern und bekomme häufig Pakete. Er habe allerdings vor dem Öffnen der Tür aus dem Fenster gesehen. «Da stand ein Mann in DHL-Jacke», sagte er. Vor der Wohnung habe ihm der Mann ein Paket in die Hand gedrückt. «Plötzlich tauchte eine weitere Person auf, ich bekam Boxhiebe, wurde in den Flur gedrängt.» Die Männer hätten schwarze Mützen und FFP2-Masken getragen. Sie hätten ihn mit Paketband gefesselt, ihm den Mund verklebt, dann die Wohnung durchsucht. Er habe sich nicht gewehrt - «ich drehte mich weg und tat so, als hätte ich gesundheitliche Probleme». Als die Täter in Umschlägen insgesamt 4500 Euro gefunden hätten, seien sie geflohen.

Fingerabdrücke, die an einer von den mutmaßlichen Räubern zurückgelassenen Rolle Klebeband gesichert wurden, sollen zu dem angeklagten Studenten geführt haben. Der Prozess wird am 30. Mai fortgesetzt.

© dpa
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