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Nach Trainer-Sperre: Eta spricht, Jumic verantwortlich

Mitten im Abstiegskampf fehlt Trainer Bjelica Union Berlin wegen einer Sperre. Nun ist klar, wer den Kroaten vertritt.
Marie-Louise Eta
Marie-Louise Eta. © Andreas Gora/dpa

Der 1. FC Union Berlin setzt nach der Sperre von Cheftrainer Nenad Bjelica wegen unsportlichen Verhaltens auf eine Arbeitsteilung. Co-Trainerin Marie-Louise Eta beantwortete am Samstag die Fragen der Medien vor dem Abstiegsduell gegen den SV Darmstadt 98 am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) und wird auch die weiteren kommunikativen Aufgaben im Rahmen der Partie übernehmen. Hauptverantwortlicher Trainer auf der Bank wird aber Bjelicas Assistent Danijel Jumic sein, wie die Köpenicker bei der um einen Tag verschobenen Pressekonferenz mitteilten.

«Der Trainer hat einen Fehler gemacht. Er hat sich dafür entschuldigt. Auch der Verein hat sich positioniert», sagte die 32 Jahre alte Eta am Samstag. «Wir haben dann gestern nach der letzten Besprechung den vollen Fokus auf Darmstadt ausgerichtet. Nur das ist das, was zählt.» Die gebürtige Dresdnerin ist die erste Co-Trainerin bei einem Männer-Bundesligisten. Bislang hatte sie öffentlich nur mit den vereinseigenen Medien gesprochen. Unter Bjelicas drei Co-Trainern, neben Jumic und ihr ist dies noch Nino Bule, ist sie die einzige deutsche Muttersprachlerin.

Bjelica ist nach seinen Handwischern gegen Bayern Münchens Nationalspieler Leroy Sané für drei Spiele gesperrt, allerdings gilt die Sperre nur für einen bestimmten Zeitraum am Spieltag. Der Kroate hätte also bei der Pressekonferenz vorab sein dürfen. 

Die Mannschaftsbesprechung vor der Partie wird Bjelica noch führen, sagte Eta. Während des Spiels ist ihm kein Kontakt zum Trainerteam erlaubt. Er wird das Spiel in einer der Logen des Stadions An der Alten Försterei verfolgen.

Das Verhalten des Cheftrainers in der Situation mit Sané hatte zu deutlicher Kritik geführt, unter anderem auch von Club-Präsident Dirk Zingler und Flügelspieler Robin Gosens. Neben einer Geldstrafe vom DFB in Höhe von 25 000 Euro wurde Bjelica auch von Union sanktioniert. Öffentlich entstand auch eine Debatte, ob der 52-Jährige für den Verein noch tragbar ist. Am Freitag entschuldigte sich Bjelica erneut bei Club und Team sowie erstmals auch bei Sané.

Auch sportlich kommt die Sperre für die Köpenicker zur Unzeit. Der Vorsprung vor den Abstiegsrängen betrug vor dem Spieltag nur drei Punkte. Nach der Partie gegen Darmstadt treten die Berliner am Wochenende darauf bei RB Leipzig an, bevor es bei Tabellennachbar FSV Mainz 05 am 7. Februar zu einem weiteren Nachholspiel kommt.

© dpa
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