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Betrug durch Schneeballsystem? Drei Männer vor Gericht

Hunderte Anleger zahlten jeweils mindestens 50.000 Euro ein. Rund 321 Millionen Euro wurden insgesamt eingesammelt. Doch die hohen Renditen, die ein Unternehmensverband versprach, flossen nicht.
Kriminalgericht Moabit
Landgericht Berlin und Staatsanwaltschaft Berlin. © Sonja Wurtscheid/dpa/Archivbild

Drei Manager stehen in einem Prozess wegen Millionenbetrugs vor dem Berliner Landgericht. Die Männer im Alter von 52, 58 und 63 Jahren sollen Hunderte Kapitalanleger mit einem sogenannten Schneeballsystem um hohe Summen gebracht worden. Mindestens 850 Anleger seien betrogen worden, heißt es in der am Montag verlesenen Anklage. Ein Verteidiger des 63-Jährigen erklärte, sein Mandant habe sich keiner Straftat schuldig gemacht und werde der Anklage entgegentreten. Zu Aussagen soll es zu einem späteren Zeitpunkt kommen.

Dem 58-Jährigen wird unter anderem gewerbsmäßiger und bandenmäßiger Betrug in der Zeit von Anfang 2007 bis Ende 2017 vorgeworfen, die Mitangeklagten hätten Beihilfe geleistet. Zudem geht es um mutmaßliche Untreue und Fälschung beweiserheblicher Daten.

Laut Staatsanwaltschaft sollen die Angeklagten ein groß angelegtes sogenanntes Schneeballsystem unter Einbindung zahlreicher Vermittler und einem Geflecht aus insgesamt 13 Firmen geschaffen haben. Sie hätten etwa 3000 Anlegern hohe Renditen versprochen und rund 321 Millionen Euro zur Anlage erhalten. Um das Schneeballsystem am Laufen zu halten, sollen sie etwa 205 Millionen Euro wieder ausgezahlt haben. Mindestens 850 Anleger wurden laut Anklage betrogen. Die Angeklagten hätten für sich Millionenbeträge abgezweigt. 

Bei dem mutmaßlichen Schwindel sollen Anlageprodukte, sogenannte DAX-Futures, angeboten worden sein. Damit sollten angeblich mindestens 15 Prozent jährliche Rendite und durchschnittlich 20 Prozent jährliche Rendite erzielt werden. Ermöglicht werden sollte dies durch eine speziell entwickelte Software, die aber tatsächlich nicht existierte. Die Mindestanlagesumme betrug laut Anklage 50.000 Euro. Zur Täuschung der Anleger seien Quartalsberichte, Anlagebestätigungen und monatliche Performance-Mails gefälscht worden.

Für den Prozess sind bislang 34 weitere Tage bis zum 10. Juli vorgesehen. Die Verhandlung wird am 21. Februar fortgesetzt.

© dpa
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