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Atemwegserkrankungen in Bayern breiten sich aus

Die kalte Jahreszeit sorgt weiter für steigende Infektionszahlen im Freistaat. Vor allem über die Feiertage dürften einige Infektionen hinzukommen.
Corona-Masken
FFP2-Masken hängen an einer Türklinke. © Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

Die Zahl der Atemwegserkrankungen wie Corona und Grippe steigt in Bayern derzeit. Bei mehr als jeder zweiten untersuchten Stadt zeigte der Trend des Corona-Abwassermonitorings in Bayern zuletzt nach oben. Auch die Zahl der Arztbesuche wegen akuter Atemwegserkrankungen stieg bis Mitte Dezember deutlich an. Das Niveau lag zuletzt aber noch unter dem der vorigen Saison.

«Wir sehen derzeit, dass die Infektionslage wieder angespannter ist - aber in einem für die Jahreszeit erwartbaren Maß», teilte Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) mit. Das betreffe nicht nur Corona, sondern auch Erkrankungen wie Influenza oder RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus).

Insbesondere die Corona-Lage sieht Gerlach aber nicht als Grund zur Besorgnis. Das liege zum einen an den derzeit zirkulierenden Omikron-Subtypen des Coronavirus. Diese lösten nur selten schwere Krankheitsverläufe aus. Zum anderen sei die Immunität in der Bevölkerung mittlerweile hoch und die Lage in den Kliniken entspannter als noch zu Zeiten der Pandemie.

Bei den Hausarztpraxen macht sich der Anstieg der Infektionszahlen im Freistaat dennoch deutlich bemerkbar. Die Praxen bekämen dies als erste zu spüren, teilte der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes, Wolfgang Ritter, mit. «Wie jedes Jahr befinden wir uns in einer der arbeitsreichsten Zeiten für die Praxen, die es zu bewältigen gibt.

Rat zu Vorsicht an den Feiertagen

Mit Blick auf die Feiertage riet Ritter, diese zu genießen. «Wir sind nicht mehr in der Phase der besonderen Vorsichtsmaßnahmen, wie wir es in der Pandemie waren.» Dennoch gebe es derzeit eine schwere Infektwelle, die dazu führe, dass viele Menschen auch über die Feiertage krank würden, fügte Ritter hinzu. Wer Symptome habe, solle deshalb längere Kontakte besonders zu Menschen mit schwächerem Immunsystem vermeiden. Auch einen Corona-Schnelltest zu machen und das Tragen einer FFP2-Maske seien in dieser Situation weiter sinnvoll.

Aus Sicht von Gesundheitsministerin Gerlach müssen die Menschen in Bayern lernen, mit dem Coronavirus zu leben. Dabei spiele ein eigenverantwortlicher und rücksichtsvoller Umgang eine ganz wichtige Rolle. «Klar ist natürlich: Wer krank ist, sollte sich schonen und Kontakte meiden. Wer will schon an Weihnachten seine Verwandten anstecken?», sagte Gerlach.

Weiterer Anstieg erwartet

Das bayerische Gesundheitsministerium will die Infektionslage in den kommenden Wochen genau im Blick behalten. Dazu setzt es auch auf Abwassermonitoring. Im Abwasser von Kommunen finden sich geringe Mengen an genetischer Information von Krankheitserregern - darunter von Corona-Erregern. Mit dem Abwassermonitoring an 29 Standorten im Freistaat kann das Infektionsgeschehen abgeschätzt werden.

Dazu kommt die stichprobenartige Untersuchung von Proben bei rund 200 Arztpraxen in Bayern. Eine Prognose zur Entwicklung der Infektionszahlen sei derzeit aber schwierig, teilte ein Ministeriumssprecher mit.

Der Vorsitzende des Hausärzteverbands, Ritter, erwartet nochmals ansteigende Infektionszahlen. «Leider kommen zu den jetzt schon hohen Infektionszahlen nun zunehmend auch die jährlichen Influenza-Fälle dazu.»

Nachfrage nach Impfung gering

Auch angesichts dieser Erwartung würde sich Ritter eine höhere Nachfrage nach Impfungen wünschen. «Gerade bei den Patienten über 60 Jahre wäre eine möglichst hohe Impfrate wünschenswert, da hier für beide Erkrankungen das höchste Risiko für einen schweren verlauf besteht», sagte Ritter mit Blick auf Corona und Influenza. Leider sei die Nachfrage immer noch zu gering.

Auch Ministerin Gerlach betonte: «Die Zahlen zeigen, dass in beiden Fällen großer Nachholbedarf besteht.» Bislang habe sich insgesamt nur rund ein Drittel (35 Prozent) der über 60-Jährigen in Bayern eine zweite Corona-Auffrischungsimpfung geben lassen. Bei den Grippe-Impfungen sehen die Zahlen in der Gruppe der über 60-Jährigen ähnlich aus. «Klar ist jedoch: Beide Impfungen schützen wirksam vor schweren Verläufen bei einer Erkrankung.» Deshalb rate sie insbesondere Menschen ab 60 Jahren und anderen Risikogruppen, die Impfangebote wahrzunehmen, sagte Gerlach. «Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin beraten, ob eine Impfung für Sie sinnvoll ist.»

© dpa
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