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Von der Skipiste in den Stau: ADAC warnt vor Verkehr

Nach dem Urlaub ist für viele Reisende auch vor dem Stau. Erneut warnt der ADAC vor vollen Straßen.
Stau
Autos stehen auf der Autobahn 8 in Fahrtrichtung München im Stau. © Marijan Murat/dpa

In Baden-Württemberg und zehn weiteren Bundesländern enden am Wochenende die Schulferien. Vor allem viele Urlauber aus den Skigebieten dürften da einen Teil ihrer Erholung schnell im Stau oder am Gleis wieder verlieren. Die Automobilclubs ADAC und ACE rechnen schon ab dem frühen Samstagvormittag mit viel Reiseverkehr - vor allem Richtung Norden, aber wegen des Bettenwechsels in den Wintersportzentren auch Richtung Alpen und Mittelgebirge. Auch ab Sonntagmittag wird ein hohes Rückreiseaufkommen bis in den Abend erwartet.

Auch das Wetter könnte eine Rolle spielen

«In Baden-Württemberg dürften am Wochenende so gut wie alle großen Fernautobahnen von der Rückreisewelle betroffen sein», sagte Julian Häußler vom ADAC Württemberg der Deutschen Presse-Agentur. Zum Ende der Schulferien seien dann neben den Einheimischen auch Menschen aus den bevölkerungsreichen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen oder Bayern auf den baden-württembergischen Autobahnen unterwegs nach Hause. «Eine Rolle könnte auch das Wetter spielen», sagte Häußler. Für das Wochenende seien kältere Temperaturen um den Gefrierpunkt gemeldet. «Solche Wetterverhältnisse erhöhen für gewöhnlich die Unfall- und damit die Staugefahr.»

Stau-Schwerpunkte sieht der ADAC-Sprecher auf der Autobahn 8 von München in Richtung Karlsruhe und auf der A5 von Basel nach Norden Richtung Karlsruhe. Risiken sieht er wegen der Baustellen auch in Pforzheim auf der A8 zwischen den Ausfahrten Pforzheim-Süd und Nord. «Das größte Nadelöhr im Südwesten», sagte Häußler. «Hier sollten alle Reisenden am Wochenende definitiv mehr Zeit einplanen.» Eine Staugefahr könnte auch auf der A6 (Nürnberg - Heilbronn), auf der A7 (Füssen/Reutte - Ulm - Würzburg) und auf der A81 (Singen - Stuttgart) aufkommen. Der Tipp des ADAC: «Wer der Reisewelle am Wochenende ausweichen möchte, sollte möglichst spät am Samstagabend, also nach 18 Uhr, oder früh am Sonntagmorgen vor 8 Uhr losfahren.»

Auch zusätzliche Pannenhelfer im Einsatz

Am Wochenende wird der ADAC nach eigenen Angaben auch mehr «gelbe Engel» als Pannenhelfer einsetzen - weniger wegen der befürchteten Staus, sondern wegen des angekündigten Wetterumschwungs mit Minustemperaturen und Frost. «Einsatzstark könnte dadurch aber weniger das Wochenende, sondern vor allem der kommende Montag werden, wenn viele Menschen ihr Auto für die Fahrt zur Arbeit oder zur Schule benötigen», sagte Häußler. «Gerade nach längerer Startzeit macht bei kalten Temperaturen häufig die Starterbatterie schlapp.» Sie ist in der ADAC Pannenstatistik mit Abstand die häufigste Pannenursache. 2022 war die Batterie für 43,2 Prozent der Fälle der ADAC Pannenhilfe in Baden-Württemberg verantwortlich.

Bahn setzt keine Sonderzüge oder weitere Busse ein

Die Deutsche Bahn hatte zwischen der dritten Adventswoche und Neujahr Hochbetrieb, erwartet aber am kommenden Wochenende keine neuen Spitzen. Sonderzüge seien nicht vorgesehen, teilte die Bahn auf Anfrage mit. Auch die beiden größeren Baustellen machen der Bahn keine Sorgen: «Die Bauarbeiten in Bad Cannstatt werden planmäßig beendet», sagte ein Sprecher. «Somit endet der Ersatzverkehr zwischen Stuttgart und Esslingen in der Nacht von Freitag auf Samstag am Samstag um 1.00 Uhr.»

Auf der gesperrten Riedbahn sollen neben den täglich 1000 Fahrten keine zusätzlichen Busse zwischen Frankfurt und Mannheim eingesetzt werden. «Wir beobachten jedoch genau, wie voll die Ersatzbusse zu verschiedenen Zeiten sind, und können bei Bedarf zusätzliche Fahrzeuge einsetzen», hieß es. Die Strecke wurde am 1. Januar gesperrt, die Sanierung dauert drei Wochen. Laut Bahn fahren auf der Strecke normalerweise rund 300 Züge, 15.000 Reisende sind betroffen.

Für Reisen in den Ferien rät die Bahn, im Fernverkehr einen Sitzplatz zu reservieren und in der Auslastungsanzeige auf bahn.de nach weniger stark nachgefragten Zügen zu schauen. Die Lokführer-Gewerkschaft GDL will am Wochenende noch nicht wieder streiken.

© dpa
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