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Handy aus havariertem Flieger übersteht 5000-Meter-Sturz

Laut Berichten soll dem Zwischenfall mit einer Alaska-Airlines-Maschine ein Handy einen 5000-Meter-Sturz überlebt haben. Wie das möglich ist? Ein Wissenschaftler hat eine Erklärung parat.
Kabinenteil einer Boeing 737 Max im Flug abgerissen
Passagiere sitzen in einer Boeing 737-9 Max in der Nähe des abgerissenen Kabinenteils. © Elizabeth Le/Elizabeth Le/AP

Nach dem Beinahe-Unglück einer Maschine der Alaska Airlines ist ein nahezu intaktes Handy gefunden worden, das aus rund 5000 Metern Höhe aus dem Flugzeug gefallen sein soll.

Ein Anwohner aus der Nähe von Portland im US-Bundesstaat Oregon fand das Mobiltelefon nach eigenen Angaben unter einem Busch am Straßenrand und übergab es der US-Behörde für Transportsicherheit (NTSB), die den Zwischenfall untersucht. «Es überlebte einen Sturz aus 16.000 Fuß (knapp 4900 Meter) unbeschadet», schrieb der Finder Sean Bates auf X (vormals Twitter).

Ein NTSB-Sprecher sagte unter anderen dem Sender CNN, der Zeitung «USA Today» und dem britischen «Guardian», dass das Telefon «wahrscheinlich» aus der havarierten Maschine stammt. Das Gerät sei inzwischen an Alaska Airlines übergeben worden, hieß es in den Berichten vom Montag (Ortszeit).

Laut Bates war das halb aufgeladene Handy praktisch unversehrt und befand sich im Flugmodus. Auf dem ungesperrten Bildschirm sei eine Quittung für zwei aufgegebene Gepäckstücke des Alaska-Airlines-Fluges zu sehen gewesen. In dem Gerät steckte demnach außerdem ein abgerissenes Ladekabel.

Was ist passiert?

Der Zwischenfall hatte sich am Freitag ereignet: Auf dem Flug einer Boeing 737-9 Max von Portland nach Ontario flog plötzlich ein Teil aus dem Rumpf, das eine bei dieser Variante nicht benötigte Türöffnung verschließt.

Die Piloten der Fluggesellschaft Alaska Airlines konnten die Maschine zwar sicher landen - und die 171 Passagiere kamen weitgehend mit dem Schrecken davon. Doch die US-Luftfahrtbehörde FAA ordnete ein vorläufiges Flugverbot für weltweit gut 170 Maschinen und umgehende Inspektionen an.

Das herausgerissene Teil sowie Gegenstände aus der Maschine - darunter laut NTSB auch ein weiteres Handy - waren später in Portland und Umgebung gefunden worden.

Kann das wirklich sein?

Es sei durchaus möglich, dass ein Mobiltelefon einen Sturz aus dieser Höhe überstehen könne, sagte der Physiker Duncan Watts vom Institut für Theoretische Astrophysik der Universität Oslo der Zeitung «Washington Post».

«Die grundlegende Antwort ist der Luftwiderstand», erklärte er. Dadurch sei das Gerät abgebremst worden. Wenn das Handy auf einen harten Untergrund aufgeschlagen wäre, wäre es sicherlich trotzdem beschädigt worden. Aber es sei anscheinend im Gras gelandet, und dies habe den Sturz ebenfalls abgefedert.

© dpa
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