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Nur ein Drittel für Fortbestehen der Ampel-Koalition

Fast die Hälfte der deutschen Bürger plädiert für eine vorgezogene Bundestagswahl, während nur knapp ein Drittel die aktuelle Koalition bis 2025 unterstützt.
Lindner, Scholz, Habeck
Bundeskanzler Olaf Scholz (M.), Finanzminister Christian Lindner (l.) und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. © Kay Nietfeld/dpa

41 Prozent der Bürger in Deutschland befürworten dem aktuellen ARD-«Deutschlandtrend» zufolge eine Neuwahl vor dem Ende der Legislaturperiode.

Mit 32 Prozent spricht sich nur knapp ein Drittel für ein Fortbestehen der Ampel-Koalition bis zur nächsten regulären Bundestagswahl im Jahr 2025 aus, wie aus dem veröffentlichten «Deutschlandtrend» im ARD-«Morgenmagazin» hervorgeht. Mit 86 Prozent sind ist der Anteil der Befürworter einer vorgezogenen Bundestagswahl unter den AfD-Anhängern am größten.

Bei der Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap gibt es kaum Veränderungen im Vergleich zur Umfrage vor einer Woche - die Ampelpartner Grüne und FDP gewinnen allerdings jeweils einen Prozentpunkt. Die Grünen kämen damit auf 15 Prozent, die FDP wäre mit 5 Prozent wieder im Bundestag vertreten. Die SPD landet bei 15 Prozent (-1). Die Linke büßt ebenfalls einen Punkt ein und würde mit 4 Prozent aus dem Parlament fliegen. Mit 30 Prozent bleibt die Union unverändert an der Spitze.

Antisemitismus-Bekämpfung nicht weit genug

Aus der Befragung geht ebenfalls hervor, dass mit 56 Prozent mehr als der Hälfte der Befragten die Anstrengungen zur Bekämpfung von Antisemitismus in Deutschland nicht weit genug gehen. 23 Prozent halten sie für ausreichend, 9 Prozent gehen sie zu weit.

Für die Umfrage hat das Institut Infratest dimap knapp 1200 Wahlberechtigte in Deutschland befragt. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

© dpa
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