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Pflanzenhaarfarben: Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Haare selbst zu färben, ist billiger als ein Besuch beim Friseur. Doch wer dafür zu Pflanzenhaarfarben greifen will, sollte sich nicht von Angaben auf der Packung in die Irre führen lassen.
Eine junge Frau färbt sich die Haare
Haare färben, das geht auch daheim. Doch die Mittel dafür können ihre Tücken haben. © Christin Klose/dpa-tmn

Sie wünschen sich einen neuen Look? Sie möchten einen herausgewachsenen Ansatz loswerden? Das geht mit Haarfarben aus der Drogerie oder dem Supermarkt fix zu Hause. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen konventionellen Haarfärbemitteln und Pflanzenhaarfarben? Und wie erkennt man letztere?

Zunächst einmal gut zu wissen: Die beiden unterscheiden sich schon beim Wirkprinzip: Konventionelle, permanenten Haarfarben werden auch Oxidationshaarfarben genannt, erklärt das Portal «Haut.de». Sie enthalten Wasserstoffperoxid, das die natürlichen Melaninpigmente im Haar zerstört - das Haar wird also entfärbt. Im Anschluss reagieren die Farbchemikalien im Haarinnern, bilden die gewünschte Farbe aus und lagern sie dort ein. Dieser Ablauf bezieht sich nicht nur auf den Prozess der Blondierung, sondern auch auf das Färben mit beispielsweise brauner Oxidationshaarfarbe. 

Pflanzenhaarfarben haben ein anderes Wirkprinzip. Sie arbeiten mit Farbstoffen aus beispielsweise Henna, Indigo oder Kamille. Die Farbpigmente verbinden sich mit der äußeren Keratinschicht und legen sich um die einzelnen Haare. 

«Das muss man sich vorstellen wie eine Holzlasur oder wie eine Feinstrumpfhose, bei der dann auch noch ein bisschen Bein durchschimmert», sagt Heike Baier von der Zeitschrift «Öko-Test». Die Abdeckung ist also nicht so intensiv, eine hundertprozentige Farbabdeckung ist nicht möglich. Hersteller werben oft mit einem lebendigen Farbspiel zwischen der Originalfarbe und dem gefärbten Ton.

Augen auf bei Farben mit pflanzlichen Zusätzen 

Doch Vorsicht: Nicht überall, wo natürliche Inhaltsstoffe draufstehen, sind auch tatsächlich Pflanzenhaarfarben drinnen. Hinter Aussagen wie etwa «mit Bio-Arganöl» oder «mit Goldhirse», beides pflanzliche Inhaltsstoffe, können beispielsweise chemische Oxidationsfarben stecken, die lediglich einen Pflanzenzusatz haben. «Wo Verbraucher immer misstrauisch sein sollten, ist, wenn von einer hundertprozentigen Farbabdeckung die Rede ist», sagt Baier. «Beispielsweise wenn von hundertprozentiger Grau-Abdeckung die Rede ist, die kann man nicht durch eine Pflanzenhaarfarbe erreichen.»

Und auch Haarfarben mit pflanzlichen Zusätzen können Stoffe enthalten, die starke Reaktionen und Allergien auslösen können, und synthetisch erzeugte Duftstoffe wie künstlicher Moschusduft. Der kann sich laut Baier im menschlichen Fettgewebe anreichern und auch Gewässern schaden. 

Eine weitere problematische Stoffgruppe sind synthetische Polymere, also flüssige, lösliche Kunststoffe. Sie legen sich um das Haar und werden beim Auswaschen des Haarfärbemittels ins Abwasser gespült. Die Kläranlagen können sie nicht vollständig rausfiltern und so gelangen sie später in die Natur. «Das sind Stoffe, die wir wegen ihrer ökologischen Wirkung kritisieren», sagt Baier.

Auf Siegel achten

Wie kann man sich also im Haarfarben-Dschungel zurechtfinden? Etwa indem man auf Siegel achtet. Die Naturkosmetik-Siegel Cosmos und Natrue werden nur an Produkte vergeben, die tatsächlich mit Pflanzenbestandteilen färben. Doch nicht jedes pflanzliche Haarfärbemittel trägt ein Siegel. Es lohnt sich also ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe. 

Tipp: Bei einer langen Liste mit vielen unbekannten Begriffen kann man in der Regel davon ausgehen, dass es sich um eine permanente Haarfarbe handelt, die nicht auf pflanzlichen Bestandteilen basiert.

© dpa
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