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Diversity-Märchen: «Die verkaufte Prinzessin»

Dieser Märchenfilm bricht mit vielen Klischees und Rollenbildern. Sogar ein mehr als 120 Jahre altes Elektroauto tuckert herum.
Diversity-Märchen: «Die verkaufte Prinzessin»
Die Schauspieler Kristin Alia Hunold (Rolle Prinzessin Sophia) und Langston Uibel (Sophias Bruder Berthold) während einer Drehpause am Set. © Ursula Düren/dpa

Die ARD zeigt zu Weihnachten ein Diversity-Märchen: In «Die verkaufte Prinzessin» - am ersten Weihnachtstag um 15.30 Uhr im Ersten - hat die junge Melisa (Judith Neumann) den weiten Weg vom Meer in die Berge auf sich genommen, um wie ihr Opa Bergmann zu sein. So gibt sie sich als Mann aus und trifft vor der verschlossenen Mine des Großvaters einen merkwürdigen Mann, der plötzlich verschwindet.

Regiert wird das Fürstentum vom schwermütigen Fürsten Ingolf (Pasquale Aleardi), der zugunsten seiner Tochter Sophia (Kristin Alia Hunold) abdanken möchte. Sophias Bruder Berthold (Langston Uibel) intrigiert aber, angestiftet von Ingolfs Zwillingsbruder Rudolf (auch Pasquale Aleardi), gegen die rechtmäßige Thronerbin. Er lässt Sophia entführen - mit der Aussicht, dass sie auf einem Sklavenmarkt verkauft wird. Doch es ist Melisa, die mit der unwissentlichen Hilfe des Berggeistes Mehrich (Emanuel Fellmer) Sophia befreit.

Für Pasquale Aleardi («Kommissar Dupin») war es eine Premiere: «Mein erstes Märchen und ein Traum, diese Doppelrolle zu spielen.» Die in Marokko geborene Schauspielerin Kristin Alia Hunold sollte sich in der Rolle der Sophia eigentlich freuen, eine Fürstin zu werden: «Aber sie fürchtet, den Erwartungen nicht gerecht zu werden und zweifelt an sich. Ich denke, viele Menschen, Kinder wie Erwachsene haben nicht genug Selbstvertrauen, ihrem Lebenstraum nachzugehen. Dabei liegt in jeder vermeintlichen Andersartigkeit unser größtes Potenzial. Deswegen ist meine und Sophias Botschaft: Setz Dir keine Grenzen. Sei mutig. Steh zu Dir. Dann kannst Du all Deine Träume erreichen.»

Mit Fantasie und Mythologie

Schauspieler Langston Uibel, bekannt aus der Netflix-Erfolgsserie «How to Sell Drugs Online (Fast)», ergänzt: «Ich bin in London aufgewachsen, aber auch da haben wir die Märchen der Gebrüder Grimm gelesen. Mein erstes verfilmtes Märchen war "Shrek". Für mich also nie ein Thema der Hautfarbe. Das ist eher ein Thema für andere.»

Der Produzent des Films, der Grimme-Preisträger Marcus Roth, wollte nach eigenen Worten etwas ganz Neues erfinden: «Wo früher nur eine Verfilmung stattfand, entsteht hier eine eigenständige Erzählung mit Fantasie und Mythologie.» Der in Südtirol gedrehte Film bricht mit Klischees und Rollenbildern. Und hat auch ungewöhnliche Elemente: So tuckern die Prinzessin und der Prinz mit einem Elektromobil herum.

Dessen heutiger Besitzer Adolf Mayer aus Südtirol hatte den Oldtimer 1980 entdeckt und wieder fahrtauglich gemacht: «Er hat jetzt eine 36-Volt-Batterie drin, mit der Du 30 bis 40 Kilometer weit fahren kannst mit 25 bis 30 km/h. Das Auto wurde 1901 in einer deutschen Manufaktur gebaut. Erst Kutsche, dann ab 1920 als Elektroauto, dann zurückgebaut auf Kutsche und nun wieder Elektroauto.» Regie führte beim Film Matthias Steurer, hinter der Kamera stand Ralf K. Dobrick.

© dpa
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