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Weitere Beruhigung bei Hochwasserlage

Dauerregen hatte zuletzt Wasserstände wieder steigen lassen. Teils wurde Hochwasser wie um Weihnachten befürchtet. Aber die Lage hat sich beruhigt. Auch die Talsperren haben noch Fassungsvermögen.
Talsperre Leibis/Lichte
Wolken ziehen über die Talsperre Leibis/Lichte. © Michael Reichel/dpa/Archivbild

Weitere Entspannung zeichnet sich bei der Hochwasserlage in Thüringen ab: Sieben Pegelstände an den Flüssen im Freistaat lagen am Sonntagvormittag noch über Meldebeginn, wie aus einer Übersicht der Hochwassernachrichtenzentrale (HNZ) hervorging. Am Samstag waren es noch gut ein Dutzend der rund 50 Hochwassermesspegel in Thüringen gewesen.

An vielen Messstellen zeichnete sich in den Prognosen der HNZ am Sonntagvormittag zudem eine sinkende Tendenz ab. Den Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes zufolge wird am Sonntag und in den nächsten Tagen zwar auch leichter Regen erwartet. Vor allem in den kommenden Nächten soll es aber weitgehend niederschlagsfrei bleiben.

Liegt ein Pegel über Meldebeginn bedeutet das in Thüringen, dass der Wasserstand im Fluss bei weiterem Anstieg zu einer kritischen Situation führen kann. Nach Meldebeginn folgen drei Meldestufen, wobei die letzte Stufe für eine akute Hochwasserlage mit größeren Überflutungen auch von bebauten Gebieten gilt.

Noch am Freitag waren manche Flusspegel wegen des anhaltenden Regens der vergangenen Tage vorübergehend teils deutlich angestiegen. Die Helme am Pegelstand in Sundhausen (Landkreis Nordhausen) hatte zeitweise die höchste Meldestufe erreicht. Mit Abzug des Regenwetters entspannte sich dort im Laufe des Freitags und Samstags die Lage. Am Sonntagvormittag lag der Wasserstand laut HNZ knapp unter dem Meldebeginn bei gleichbleibender Tendenz für die kommenden Tage.

Talsperren haben noch Platz für Wasser

Der Regen der vergangenen Tage hatte zudem keine größeren Auswirkungen auf die Füllstände der Talsperren, die für den Hochwasserschutz in Thüringen genutzt werden. Diese seien weiter aufnahmefähig für Wasser aus den Flussläufen, hieß es seitens der für die meisten Talsperren und Rückhaltebecken zuständigen Fernwassergesellschaft in Erfurt. «An allen Stauanlagen stehen die Hochwasserschutzräume bereit», sagte eine Sprecherin der Fernwassergesellschaft. Nach dem Hochwasser zu Weihnachten und Jahresbeginn seien die Stauanlagen wieder auf das Niveau abgelassen worden, das für den Hochwasserschutz vorgesehen sei. «Das erfolgte, nachdem sich die Hochwasserlage entspannt hatte», so die Sprecherin.

Zu Jahresbeginn hatten vor allem die Talsperre Schönbrunn, die Hochwasserrückhaltebecken Grimmelshausen die Wassermengen in Südthüringen zurückgehalten. In Nordthüringen verhinderten vor allem die Rückhaltebecken Straußfurt, Iberg sowie Luhne-Lengenfeld Schlimmeres, in dem sie die Wassermengen zwischenspeicherten.

Eine Vielzahl von Stauanlagen

Die Thüringer Fernwasserversorgung betreibt nach eigenen Angaben insgesamt 126 Stauanlagen. Darunter seien sechs Talsperren, die Trinkwasser liefern, 21 Hochwasserrückhaltebecken sowie 62 kleinere Speicher. Von den großen Talsperren verfügen beispielsweise Schönbrunn (Saale-Orla-Kreis) derzeit über etwa 1,8 Millionen Kubikmeter freien Hochwasserstauraum, Leibis/Lichte (Kreis Saalfeld-Rudolstadt) sogar über fast 7,3 Millionen Kubikmeter, Zeulenroda (Kreis Greiz) über 9,2 oder Schmalwasser (Kreis Gotha) über 1,8 Millionen Kubikmeter und Heyda bei Ilmenau über gut eine Million Kubikmeter.

Straußfurt wird erweitert

Das Rückhaltebecken Straußfurt habe sogar eine freie Kapazität von 17,8 Millionen Kubikmetern Wasser. Die Verbesserung erster Teile der wichtigen Hochwasserschutzanlagen dort war im vergangenen Jahr abgeschlossen worden, weitere Abschnitte sollen folgen, darunter der Staudamm und eine Erweiterung der Kapazität. Das Hochwasserrückhaltebecken, in das ein zweistelliger Millionenbetrag investiert werden soll, schütze Anlieger der Unstrut in Thüringen und Sachsen-Anhalt, darunter Orte wie Sömmerda, Artern, Roßleben oder Freyburg. Verbesserungen seien auch am Hochwasserrückhaltebecken Ratscher im Kreise Hildburghausen geplant.

© dpa
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