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Bunte Kostüme und Regenschirme: Das närrische Wochenende

Konfetti und Kamelle treffen beim Thüringer Karnevalswochenende auf Sonnenschein und Nieselregen. Vor allem gegen die Ampel-Politik teilen die Narren bei den Umzügen kräftig aus.
Fasching - Wasungen
Narren ziehen beim größten Faschingsumzug in Thüringen durch den Ort. © Bodo Schackow/dpa

Die einen haben bei Sonnenschein, die anderen bei Nieselwetter gefeiert. Das Thüringer Karnevalswochenende war mit Blick auf das Wetter zweigeteilt.

In Erfurt kamen beim Umzug am Sonntag nicht nur bunte Kostüme, sondern auch Regenschirme zum Einsatz. Bei trübem Himmel und fortwährend tröpfelndem Regen zogen die Narren angeführt vom Fanfarenorchester Erfurt die rund vier Kilometer lange Strecke entlang. Nicht nur Funkenmariechen und das Erfurter Prinzenpaar hüllten sich in Regencapes. Für die Musik sorgten die 1. Thüringer Gugge Musiker Apolda und verschiedene Spielmannszüge. Auf etwa 35.000 schätzte die Stadtverwaltung die Zahl der Zuschauer.

Einige Vereine gingen direkt die Politik an oder beschäftigten sich mit der Cannabis-Legalisierung und den Bauernprotesten. «Ist die Ampel endlich weg, zieh'n wir den Karren aus dem Dreck», prangte es auf dem Lkw des Senats der Gemeinschaft Erfurter Carneval (GEC). «Ohne Bauer blüht hier nichts mehr», hieß es an einem anderen Wagen.

Erster Karnevalsumzug in der Landeshauptstadt seit 2020

Es war der erste Karnevalsumzug seit der Corona-Pandemie in der Landeshauptstadt. Im vergangenen Jahr war der Aufzug aus Kostengründen abgesagt worden. 35 Vereine mit 45 Fahrzeugen hatten sich für den Umzug nach Angaben der Stadt und der GEC angemeldet. Etwa 2000 Mitwirkende beteiligten sich demnach. Allein für den Aufbau waren laut Stadt 100 Menschen im Einsatz. Rund 6100 Meter Umzugsgitter wurden demnach aufgestellt.

Neben Erfurt haben die Narren am Sonntag auch in anderen Thüringer Orten die Straßen bevölkert. Umzüge waren etwa in Heiligenstadt im Eichsfeld, Camburg im Saale-Holzland-Kreis oder in Römhild im Landkreis Hildburghausen geplant.

Besonderes Jubiläum beim Karneval in Wasungen

Ein Höhepunkt des Thüringer Karnevals war der traditionsreiche Umzug am Samstag durch das südthüringische Wasungen. Dort zogen die zwischen 1800 und 1900 Mitwirkenden bei trockenem und sonnigem Wetter und unter den typischen «Ahoi!»-Rufen durch die Faschingshochburg. Auf mindestens 10.000 schätzte der Präsident des Wasunger Carneval Clubs, Marcel Kißling, die Zahl der Zuschauer entlang der Straßen. Vor allem die Berliner Ampel-Regierung aus SPD, FDP und Grünen bekam bei einigen der rund 100 beteiligten Karnevalsgruppen ihr Fett weg. So schob etwa eine Gruppe Magier einen großen Kessel mit der Aufschrift «Mit faulem Zauber kocht die Ampel ihren stinkenden Brei». Viele griffen auch ein spezielles Jubiläum auf: Die urkundliche Ersterwähnung des Karnevals in Wasungen ist in diesem Jahr 500 Jahre her. Die Polizei sprach von einem weitgehend ruhigen Umzug.

Polizei zieht nach Umzug in Apolda positive Bilanz

Am Samstag zogen die Thüringer Narren unter anderem auch durch Apolda. 12.000 Zuschauer verfolgten laut Polizei unter Verweis auf Angaben der Veranstalter den Aufzug mit 61 Bildern. Störungen während des Umzugs selbst habe es nicht gegeben. Allerdings kam es danach zu mehreren Körperverletzungen, Beleidigungen und Widerstandshandlungen gegenüber Beamten. Dennoch zog die Polizei eine positive Bilanz: Es habe deutlich weniger Straftaten gegeben als im Vorjahr.

Auch am Montag gehen die tollen Tage in Thüringen weiter: So sollen etwa im ostthüringischen Greiz und in Sondershausen in Nordthüringen traditionelle Rosenmontagsumzüge durch die Straßen ziehen.

Etwa 90 Umzüge gibt es dem Präsidenten des Landesverbands der Thüringer Karnevalsvereine, Christoph Matthes, zufolge jährlich in Thüringen. Dazu kommen bis zu 1300 Saalveranstaltungen. Aktuell zählt der Verband 333 Mitgliedsvereine.

© dpa
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