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Straßenkarneval mit Jubiläum in Thüringen

Die Narren stehen auch in Thüringen in den Startlöchern für die Tage des Straßenkarnevals. In diesem Jahr wird ein besonderes Jubiläum gefeiert.
Straßenkarneval in Thüringen
Teilnehmer des Rosenmontagsumzuges laufen 2023 durch die Greizer Innenstadt. © Bodo Schackow/dpa

Letzter Schliff für Kostüme und Wagen: Thüringens Karnevalsvereine sind in den Startpositionen für ein närrisches Wochenende. Von den aktuell 333 Mitgliedsvereinen des Landesverbands Thüringer Karnevalvereine (LTK), führten in der Regel etwa 90 Umzüge durch, sagte der LTK-Präsident Christoph Matthes im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Dazu kämen zwischen 1200 und 1300 Saalveranstaltungen.

Matthes geht von sehr politischen Beiträgen bei den Umzügen in diesem Jahr aus. Er vermutet, dass vor allem die Berliner Ampel-Regierung Thema sein wird. «Gerade ist die beste Zeit für Karnevalisten und Kabarettisten, wir bekommen jeden Tag neue Steilvorlagen. Das war unter vorherigen Regierungen nicht unbedingt der Fall.» Den Trend bei den Kostümen gibt in diesem Jahr laut Matthes der «Barbie»-Film vor.

500 Jahre urkundliche Ersterwähnung

Ein besonderes Jubiläum wird in diesem Jahr den Umzug am Samstag in der Narrenhochburg im südthüringischen Wasungen bestimmen. Denn die urkundliche Ersterwähnung des Karnevals wird dort 500 Jahre alt. «Eine Stadtrechnung von 1524 belegt, dass der Bürgermeister damals für ein Fastnachtsspiel einen Eimer Bier spendiert hat», sagte der Präsident des Wasunger Carneval Clubs Marcel Kißling. Da der Umzug in der Vergangenheit aber auch ausfallen musste - etwa zu Kriegszeiten oder zuletzt während der Corona-Pandemie - handle es sich in diesem Jahr um den 488. Umzug. Kißling rechnet mit 8000 bis 10.000 Zuschauern.

Erfurt wieder mit eigenem Umzug

Auch in Erfurt ziehen die Narren in diesem Jahr wieder durch die Stadt, nachdem der Umzug im vergangenen Jahr aus Kostengründen kurzfristig abgesagt worden war. Es sei ein Erfolg, dass der Umzug nun wieder starten könne, sagte Matthes. Es sei lange nicht klar gewesen, ob genügend Anmeldezahlen zusammenkämen. Mit den nun erwarteten 45 Fahrzeugen sei aber in etwa ein Niveau wie vor der Pandemie erreicht.

Dennoch: Die Kostenfrage ist längst nicht komplett vom Tisch. In Apolda wurde etwa die Umzugsstrecke gekürzt, um Kosten bei Sicherheitszäunen zu sparen. Wie viele andere Umzüge ähnliche Maßnahmen ergriffen haben, konnte Matthes nicht sagen, gab aber zu bedenken: «Was ist nicht teurer geworden, oder muss gekürzt werden, weil am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist? Das betrifft eben auch Veranstaltungen und Umzüge.»

© dpa
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