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«Harzer Hexenreich» wird teurer: Hexenbesen-Turm entsteht

Im Südharz, wo früher Soldaten der DDR-Grenzkompanien stationiert waren, soll ein besonderes Bauwerk künftig Touristen locken. Doch das Projekt sieht sich mit Kostensteigerungen konfrontiert.
Harzer Hexenreich
Das Handout zeigt die Baustelle des «Harzer Hexenreichs» im Ellricher Ortsteil Rothesütte. © Jessica Piper/Landratsamt Nordhausen/dpa

In Nordthüringen soll der nach offiziellen Angaben größte Hexenbesen der Welt entstehen: Der Turm in Form des mythischen Kehrwerkzeugs soll das Herzstück des geplanten «Harzer Hexenreichs» im Landkreis Nordhausen werden, nahe der Grenzen zu Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Die Baukosten für das Projekt sind nun aber gestiegen.

Aktuell werden diese auf bis zu 17 Millionen Euro geschätzt, wie es aus dem Thüringer Wirtschaftsministerium hieß. Das Ministerium fördert das vom Landkreis Nordhausen getragene Projekt mit bislang rund 6,2 Millionen Euro. Eine Erhöhung des Zuschusses durch das Ministerium sei derzeit nicht geplant. Die Situation ist den Angaben des Landratsamts nach ähnlich wie bei vielen anderen Bauprojekten aktuell, die auch mit Kostensteigerungen aufgrund etwa von angezogenen Materialpreisen zusammenhingen.

Was das Projekt am Ende tatsächlich kosten werde, lasse sich erst nach der Ausschreibung weiterer Gewerke sagen, hieß es aus dem Landratsamt. Die Ausschreibungen für die nächsten großen Arbeitsschritte wie der Aufzug, Stahl- und Sockelbau sollen in enger Abstimmung mit dem Ministerium erfolgen.

Bauarbeiten gestartet - Erdgeschoss für «Hexenbesen»

Die Bauarbeiten sind schon angelaufen, aktuell entsteht den Angaben nach das Erdgeschoss des Aussichtsturms. Die Arbeiten am Betonsockel mussten wegen des frühen Wintereinbruchs unterbrochen werden, hieß es aus dem Landratsamt. Gebaut wird auf dem Gelände der kreiseigenen Service Gesellschaft, die das Projekt auch umsetzt. Es ist das Areal der ehemaligen DDR-Grenzkompanie im nördlichsten Ort des Landkreises Nordhausen, dem Ellricher Ortsteil Rothesütte. Die ehemalige Kaserne wird für Gastronomie und Beherbergung umgebaut.

Die Anlage werde gut ans Wandernetz angebunden sein, hebt das Ministerium hervor. Der Wanderweg «Harzer-Hexen-Stieg» verläuft in der Nähe, auch das sogenannte Grüne Band. Das Naturschutzprojekt entlang der früheren deutsch-deutschen Grenze ist zuletzt in die Vorschlagsliste für Unesco-Welterbestätten aufgenommen worden.

Ausflugsziel vor allem für Familien

Herzstück wird aber der barrierefreie, etwa 55 Meter hohe Aussichtsturm. Das in Form eines Hexenbesens gestaltete Bauwerk soll vor allem ein Anziehungspunkt für Familien werden: Neben einer interaktiven Ausstellung im Turm ist eine Erlebniswelt im Umfeld des Turms geplant. Letzteres soll mit speziell gestalteten Spielgeräten Kinder zum Klettern, Verstecken und Toben animieren. Im Turm selbst soll es Rutschen und weitere Spielangebote geben. Nach bisheriger Planung soll der Turm Ende 2024 öffnen.

Das Ausflugsziel soll typische Themen für den Harz rund um Hexen, Mythen und andere sagenhafte Wesen aufgreifen. Das Mittelgebirge ist eng mit Sagen verbunden: So treffen sich nach altem Volksglauben in der Nacht zum 1. Mai Hexen auf dem auch Blocksberg genannten Brocken, um mit dem Teufel zu tanzen und zu feiern.

Nach Angaben des Thüringer Wirtschaftsministeriums zählt der Harz jährlich etwa zehn Millionen Besucherinnen und Besucher. Das «Harzer Hexenreich» soll demnach helfen, den Südharz als länderübergreifend bedeutendes Tourismusgebiet auszubauen und eine Angebotslücke zu schließen. «Mit seiner zentralen Lage ist der Harz nicht nur ein beliebtes Wander- und Reiseziel in Thüringen, sondern auch in ganz Deutschland», hebt Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hervor.

Dass im November bereits auf der niedersächsischen Seite im Harz in Torfhaus ein 65 Meter hoher Aussichtsturm eröffnet wurde, wertet das Ministerium nicht als Konkurrenz. Vielmehr entstehe ein Wettbewerbsvorteil für die gesamte Region.

© dpa
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