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Stimmung in Sachsens Handwerk weiter getrübt

Inflation, Fachkräftemangel und hohe Zinsen belasten auch Sachsens Handwerk. Bisher erwies sich die Branche trotz Problemen als robust - das scheint sich nun zu ändern.
Handwerker
Ein KFZ-Mechaniker wartet in einer KFZ-Werkstatt einen Wagen. © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Die anhaltende Krise in der deutschen Bauwirtschaft drückt anhaltend auf die Stimmung im sächsischen Handwerk. Es dominierten weiterhin Verunsicherung und Skepsis zu künftigen Geschäftserwartungen, sagte der Geschäftsführer des Sächsischen Handwerkstages, Andreas Brzezinski, am Mittwoch bei der Vorstellung der Konjunkturumfrage 2024 in Dresden. Ein Großteil der Betriebe rechne für die nahe Zukunft mit schwindenden Aufträgen und Umsätzen. «Von einer Konjunkturbelebung zumindest im Handwerk kann vorerst keine Rede sein».

Es fehle seitens der Politik vor allem an Investitionsanreizen und Planungssicherheit, für Betriebe und Verbraucher gleichermaßen, sagte Brzezinski. Neben der Zurückhaltung von Privathaushalten belasteten Fach- und Arbeitskräftemangel, die unkalkulierbare Zinsentwicklung, hohe Energiekosten sowie Bürokratie die Firmen. Die Politik müsse «wirksame Impulse setzen, «damit das Handwerk aus dem Konjunkturtal herauskommt».

An der Umfrage beteiligten sich 1293 Unternehmen. Nur 39 Prozent der Betriebe beurteilten ihre Geschäftslage als gut oder besser, 2023 waren das noch 48 Prozent. Für 17 Prozent ist sie schlecht oder verschlechtert, gut zwei Drittel rechnen in den nächsten Wochen mit höchstens gleichbleibenden Geschäften, mehr als ein Fünftel geht von einem Abwärtstrend aus.

Im Bauhaupt- und Ausbaugewerbe bewerten nur knapp ein Drittel sowie 44 Prozent der Firmen die Geschäftslage mit gut, knapp ein Viertel beziehungsweise 16 Prozent als schlecht. Auch in den Bereichen Feinwerkmechanik, Elektromaschinen- oder Metallbau, Augenoptik und Hörakustik oder Nahrungsmittel gibt es laut Handwerkstag «Bremsspuren». Weitgehend stabil indes sei die Lage im Kfz-Gewerbe sowie bei Dienstleistern wie Friseure oder Goldschmiede.

Gegenüber 2023 deutlich rückläufig sind Umsätze für Produkte und Dienstleistungen, dort gaben mehr als ein Drittel Einbußen an. Im Bereich Verkauf konnte knapp die Hälfte der Befragten höhere Preise am Markt durchsetzen. Im Zuge der Baukrise verschlechterte sich zudem die Auftragslage, Einbrüche gab es vor allem im Bauhauptgewerbe, bei personenbezogenen Dienstleistern sowie im gewerblichen Bereich. Knapp 40 Prozent der Betriebe investierten weniger.

Handwerkstag-Präsident Uwe Nostitz forderte die Politik auf, die Rahmenbedingungen für eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes Sachsen zu schaffen. Es brauche mehr Anreize und Impulse für berufliche Selbstständigkeit, aber auch innere Sicherheit und einen strategischen Ausbau der Verkehrsachsen. Der Dachverband der Branche vertritt die Interessen von aktuell rund 55.000 Betrieben mit rund 290.000 Beschäftigten und 15.000 Auszubildenden.

© dpa
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