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Verhaltener Optimismus im Handwerk

Trotz Problemen erwarten viele Handwerker zumindest eine stabile wirtschaftliche Entwicklung. Schwierig bleibt die Lage im Bauhandwerk, ergab eine Konjunkturumfrage.
Bäckerei und Konditorei Lobenstein
Stefan Lobenstein, Konditormeister und Präsident der Handwerkskammer Erfurt, holt in der Bäckerei und Konditorei Lobenstein ein Blech voller Plätzchen aus dem Backofen. Trotz vieler Probleme hat ein Großteil der Handwerker in Thüringen den Optimismus nicht verloren. © Michael Reichel/dpa

Gestiegene Preise für Material und Rohstoffe, fehlende Fachleute und Azubis - trotz vieler Probleme hat ein Großteil der Handwerker in Thüringen den Optimismus nicht verloren. Obwohl insgesamt eine angespannte Lage herrsche, sei eine Mehrzahl der Betriebe verhalten zuversichtlich bei ihren Zukunftserwartungen, erklärte der Präsident des Thüringer Handwerkstags, Stefan Lobenstein, am Donnerstag in Erfurt. Lobenstein führt einen Konditorei- und Bäckereibetrieb in Erfurt.

Nach einer Umfrage der Handwerkskammer Erfurt erwarten 72 Prozent der Betriebe eine gute bis befriedigende Geschäftslage in den nächsten Monaten. In Thüringen gibt es mehr als 29.000 Handwerksbetriebe mit etwa 148.000 Beschäftigten und einigen Tausend jungen Leuten in der Ausbildung. Das Handwerk ist damit ein wirtschaftliches Schwergewicht.

Die Kammer Erfurt verwies auf einige positive Trends wie den Rückgang der Inflationsrate und Lichtblicke im Kfz-Handwerk - insgesamt sei die Lage in einigen Bereichen aber weiterhin angespannt, besonders im Bauhandwerk.

Schwierige Lage im Bauhandwerk

Gestiegene Preise für Baustoffe, steigende Zinsen und eine abnehmende Nachfrage führen zu einer besorgniserregenden Situation. Nur noch 23,3 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihre Lage als gut - vor einem Jahr war es noch mehr als ein Drittel. Die Investitionsneigung erreiche einen Tiefpunkt: Fast drei Viertel der befragten Betriebe investierten aktuell weniger.

Etwas besser sehe es in den Ausbaugewerken aus. Eine hohe Nachfrage nach Sanierungen und die Energiewende stabilisierten die Situation. Fast 34 Prozent der Betriebe berichteten trotzdem von sinkenden Umsätzen. Ihre Investitionsbereitschaft bleibe zurückhaltend. Nur vier Prozent der Betriebe rechneten mit steigenden, 45 Prozent mit sinkenden Investitionen.

Lobenstein verwies darauf, dass sich die Unsicherheit im Handwerk durch politische und wirtschaftliche Faktoren verstärkt habe - das Geschäftsklima habe sich weiter verschlechtert. Drei Viertel aller Befragten würden ihre aktuelle Geschäftslage trotzdem mit mindestens befriedigend beurteilen. Ein sehr großes Problem bleibe der Fachkräftemangel im Handwerk - auch wenn das Angebot an neuen Jobs im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen sei.

© dpa
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