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Sechs Tage Lokführerstreik: Wer ist betroffen und wer nicht?

Die Lokführer wollen sechs Tage lang die Arbeit niederlegen. Auf den Zugverkehr in Sachsen wird das große Auswirkungen haben. Aber nicht alle Räder sollen stillstehen.
Bahn scheitert mit einstweiliger Verfügung gegen GDL-Streik
Das DB-Logo an einem ICE im Erfurter Hauptbahnhof während des bundesweiten Warnstreiks bei der Deutschen Bahn. © Martin Schutt/dpa/Archivbild

Der angekündigte sechstägige Streik der Lokführer wird den Bahnverkehr in Sachsen erneut erheblich einschränken. Die Deutsche Bahn stellt sich mit einem Notfahrplan auf den Ausstand vom 24. bis 29. Januar ein. Auf weniger Zugausfälle hoffen dagegen die Bahn-Konkurrenten, die sich mit der Lokführergewerkschaft GDL bereits auf Tarifverträge geeinigt haben oder in Verhandlungen sind. Ein Überblick:

Deutsche Bahn mit Notfahrplan

Die Deutsche Bahn wird im Fern- und im Nahverkehr ab Mittwoch mit einem Notfahrplan fahren. Fahrgäste sollten sich im Internet oder in der App informieren, welche Verbindungen möglich sind. Wie bei den vorherigen Streiks sei damit zu rechnen, dass ungefähr ein Fünftel der Fernzüge bundesweit fahren werden, sagte eine Bahnsprecherin. Es würden extra lange Züge eingesetzt, um möglichst viele Fahrgäste befördern zu können. Zudem gelten wieder Kulanzregelungen für bereits gekaufte Tickets. Die Zugbindung werde aufgehoben. Im Nahverkehr werde versucht, zusätzliche Ersatzfahrten mit Bussen zu organisieren.

City-Bahn Chemnitz fährt nur Schülerlinien

Auch die rund 100 Lokführer der City-Bahn Chemnitz sind zum Streik aufgerufen. Das Unternehmen betreibt verschiedene regionale Linien von Chemnitz aus Richtung Erzgebirge und Mittelsachsen sowie zwei Regionalbahnstrecken. Die City-Bahn könne jeweils in den Morgenstunden nur drei Linien bedienen, die für den Schülerverkehr wichtig sind, sagte Sprecher Falk Ester. Das seien Verbindungen zwischen Chemnitz und Burgstädt/Aue sowie Stollberg und die Regionalbahn zwischen Glauchau und Stollberg. Ob weitere Züge sowie ein Busnotverkehr fahren können, werde noch geprüft.

Tarifverhandlungen für Mitteldeutsche Regiobahn laufen

Das Unternehmen Transdev will seine fünf Linien der Mitteldeutschen Regiobahn bedienen. Dies sind die Verbindungen Leipzig-Chemnitz, Leipzig-Döbeln, Dresden-Hof, Dresden-Zwickau und Chemnitz-Elsterwerda. Transdev befinde sich in konstruktiven Gesprächen mit der GDL und werde nicht bestreikt, sagte ein Sprecher. Sollten sich allerdings zum Beispiel Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn am Streik beteiligen, könne auch die Mitteldeutsche Regiobahn die betreffende Strecke nicht fahren.

Trilex und Vogtlandbahn schließen Ausfälle nicht aus

Auch die Länderbahn kann Auswirkungen des Lokführerstreiks auf ihre Marken Trilex und Vogtlandbahn nicht ausschließen. Die eigenen Beschäftigten seien zwar vom Streik ausgenommen, weil sich das Mutter-Unternehmen Netinera mit der GDL bereits auf einen Tarifvertrag geeinigt hat. Sollten aber Bahn-Beschäftigte in Stellwerken oder Betriebszentralen die Arbeit niederlegen, wirke sich das auch auf Trilex und Vogtlandbahn aus. Fahrgäste sollten sich aktuell online informieren.

Auch in Ostsachsen sollen Regionallinien bedient werden

Ähnlich ist die Lage bei der Odeg, die in Ostsachsen Linien wie Hoyerwerda-Niesky-Görlitz und Cottbus-Görlitz-Zittau fährt. Auch wenn die Odeg nicht direkt bestreikt werde, könne es zu Störungen und Unregelmäßigkeiten im Betriebsablauf auf allen Linien kommen, teilte das Unternehmen mit. Grund ist, dass auch die Ostdeutsche Eisenbahn die Infrastruktur der Deutschen Bahn nutze.

Lokführer wollen sechs Tage lang streiken

Die Lokführergewerkschaft GDL hat zu einem sechstägigen Streik aufgerufen. Der Streik im Personenverkehr soll am frühen Mittwochmorgen um 2.00 Uhr beginnen und bis Montag kommender Woche, 18.00 Uhr andauern, teilte die Gewerkschaft in der Nacht zu Montag mit.

Die Bahn und die GDL hatten Anfang November begonnen, über neue Tarifverträge zu verhandeln. Der Knackpunkt der Tarifrunde ist die Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter. Die GDL fordert, diese von 38 auf 35 Stunden zu reduzieren bei vollem Lohnausgleich. Erst am Freitag hatte die Deutsche Bahn ein neues Tarifangebot vorgelegt, um die GDL wieder an den Verhandlungstisch zu holen. Darin ist unter anderem auch eine Option zu einer Stunde weniger Arbeitszeit für Lokführer und Zugbegleiter ab dem 1. Januar 2026 enthalten.

© dpa
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