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Erneut bremst Streik Bahnreisende aus

Bahnreisende und Pendler brauchen wieder starke Nerven. Die Lokführer der Deutschen Bahn streiken erneut im laufenden Tarifkonflikt - zum ersten Mal im noch neuen Jahr.
GDL-Streik bei der Bahn
Der Schriftzug „Zug fällt aus“ steht auf einer Anzeigetafel. © Oliver Berg/dpa

Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL bei der Deutschen Bahn hat im Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr in Rheinland-Pfalz und im Saarland zu starken Einschränkungen geführt. Die Züge verkehrten am Mittwochmorgen nach einem Notfahrplan, sagte eine Bahnsprecherin. Es komme bundesweit zu Verspätungen und Zugausfällen. Der Notfahrplan laufe mit einem stark reduzierten Angebot.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat ihre Mitglieder zu einem dreitägigen Arbeitskampf im Personennahverkehr aufgerufen. Der Streik im Personenverkehr der Bahn begann am Mittwochfrüh um 2.00 Uhr. Im Güterverkehr begann der Ausstand schon am Dienstagabend (18.00 Uhr). Im Fernverkehr fuhren nach Angaben eines Bahn-Sprechers bundesweit etwa ein Fünftel der Züge.

Geplantes Ende des Arbeitskampfes ist am Freitagabend um 18.00 Uhr. Am Dienstagabend war der Konzern am Landesarbeitsgericht in Frankfurt auch in zweiter Instanz mit dem Versuch gescheitert, den Streik juristisch stoppen zu lassen. Im Güterverkehr hatten zuvor bereits erste Lokführer die Arbeit ungeachtet der ausstehenden Gerichtsentscheidung niedergelegt.

Die Bahn und die GDL verhandeln seit Anfang November über neue Tarifverträge. Hauptknackpunkt ist die Forderung der GDL nach einer Senkung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich. Dies lehnt die Bahn ab.

Die Deutsche Bahn teilte mit, der Notfahrplan sichere nur ein sehr begrenztes Zugangebot. Im Rhein-Main-Gebiet etwa sollen die teils bis nach Rheinland-Pfalz fahrenden S-Bahnen nur im Stundentakt unterwegs sein, der Verkehr der Linie S9 soll eingestellt werden.

Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), dessen Gebiet sich bis in die Pfalz und nach Rheinhessen erstreckt, wies ebenfalls auf zu erwartende Ausfälle und Verspätungen hin. Der Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN) mit seinem Gebiet von Rheinhessen bis in den Kreis Birkenfeld rechnete diesmal mit noch mehr Zugausfällen als bei vorangegangenen Warnstreiks im November und Dezember.

Private Bahnunternehmen wie Vlex und Vias sind nicht direkt vom Streik betroffen. Vlexx bedient unter anderem Strecken von Frankfurt via Rheinland-Pfalz nach Saarbrücken, Linien in der Pfalz und entlang des Mittelrheins. Sollten aber Fahrdienstleiter in Stellwerken die Arbeit niederlegen, können dort gar keine Züge mehr fahren. Größere Beeinträchtigungen an Stellwerken waren nach Angaben einer Sprecherin zunächst nicht bekannt.

Im laufenden Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der GDL ist es der dritte und bislang längste Streik.

© dpa
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