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Superlative bei Spatenstich von Pharmakonzern Eli Lilly

Reichlich Prominenz aus Landes- und Bundespolitik in Alzey: Unisono wird die Ansiedlung des Pharmariesen Eli Lilly als großer Erfolg gewertet - und es wird an JFK erinnert.
Symbolischer Spatenstich für neue Lilly-Produktionsstätte in Al
Bettina Stark-Watzinger (FDP, l-r), Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dave Ricks, Vorstandsvorsitzender und CEO Eli Lilly and Company, Bundeskanzler Olaf Scholz, Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Karl Lauterbach (alle SPD), Bundesgesundheitsminister, und Daniela Schmitt (FDP), Wirtschaftsministerin von Rheinland-Pfalz. © Arne Dedert/dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Entwicklung von Rheinland-Pfalz als Standort der Biotechnologie in hohen Tönen gelobt. Der Aufbruch, der hier stattfinde, sei phänomenal, sagte er am Montag beim symbolischen Spatenstich für ein neues Werk des US-Pharmariesen Eli Lilly in Alzey.

Scholz verwies auch auf den Biontech-Stammsitz in Mainz, die Eröffnung der Deutschlandzentrale des dänischen Pharmaunternehmens Novo Nordisk in Mainz im vergangenen Jahr sowie seinen Besuch im Mai 2023 bei der Grundsteinlegung für ein neues Entwicklungszentrum bei Boehringer Ingelheim.

Eli Lilly investiert in Alzey rund 2,3 Milliarden Euro in eine Produktionsstätte für injizierbare Medikamente. «Wir reden über eine, wenn nicht die größte Einzelinvestition in den Pharmastandort Deutschland seit der Wiedervereinigung», sagte Scholz. Mit Blick auf die Branche insgesamt sagte er: «Was immer wir als Bund tun können, um den Pharmastandort Deutschland zu stärken, das werden wir tun.»

Lauterbach sieht Deutschland als Vorreiter bei Studien

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) betonte, die Bundesregierung werde mit einer Reihe an Gesetzen im Rahmen der Pharmastrategie in den kommenden Jahren die Voraussetzungen für weitere Pharma-Ansiedlungen in Deutschland systematisch verbessern. «Deutschland wird das Land sein, wo in Europa die meisten Studien gemacht werden im Bereich der pharmazeutischen Industrie, aber auch der Medizinprodukte-Industrie», sagte er.

Der Bau der neuen Fertigungsstätte von Eli Lilly in Alzey soll in diesem Sommer beginnen, für 2027 ist nach Unternehmensangaben die Inbetriebnahme geplant, bis zu 1000 Menschen sollen dort arbeiten. Alzey werde einer der größten Produktionsstandorte sein, sagte Unternehmenschef Dave Ricks. Subventionen flossen für die Ansiedlung nicht.

Produziert wird in Alzey nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden unter anderem auch das Diabetesmittel Mounjaro mit dem Wirkstoff Tirzepatid. Der gleiche Wirkstoff steckt im Eli-Lilly-Abnehmmittel Zepbound, das in den USA seit November erhältlich ist und dem Experten einen großen Erfolg voraussagen. Der Appetitzügler Mounjaro ist ein Konkurrenzprodukt zum Kassenschlager Wegovy des ebenfalls in Rheinland-Pfalz ansässigen Unternehmens Novo Nordisk.

Konzernchef: «Ich bin ein Alzeyer»

Zum Ende seiner teils in Deutsch gehaltenen Rede sagte Ricks in Anlehnung an ein Zitat des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy: «Ich bin ein Alzeyer.» Kennedy hatte 1963 bei einem Besuch im geteilten Berlin vor dem Schöneberger Rathaus den berühmten Satz gesagt: «Ich bin ein Berliner.»

Eine gebürtige Alzeyerin ist die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP). Sie sieht drei Gründe für die Ansiedlung von Eli Lilly in Alzey: Die Stadt habe früh auf Vorrat Flächen erschlossen, außerdem biete Rheinland-Pfalz hervorragend ausgebildete Fachkräfte und im Land würden Wissenschaft und Wirtschaft gezielt zusammengebracht.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sprach von einem «Meilenstein auf dem Weg der Transformation». Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) sagte, die Investition von Eli Lilly bewege sich in der Größenordnung wie die Investition des Landes in die Universitätsmedizin Mainz.

Am Rande des Spatenstichs demonstrierten Landwirte in dem Gewerbegebiet und forderten Entlastungen von der Bundesregierung. Entlang einiger Straßen waren Traktoren und Plakate aufgestellt, auf denen etwa stand «Müsst Ihr erst Hunger leiden, bevor Ihr's versteht?» oder «Importe nur bei gleichen Produktionsstandards».

© dpa
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