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Gladbach reist «gewarnt» zum Pokalschreck Saarbrücken

Der DFB-Pokal eröffnet Borussia Mönchengladbach in dieser Saison eine große Titelchance. Sportchef Virkus formuliert nach der Niederlage in München eine klare Anspruchshaltung fürs Viertelfinale.
Fußball
Fußballspieler kämpfen um den Ball. © Uli Deck/dpa/Symbolbild

Nach der Niederlage beim FC Bayern München richtet sich der volle Fokus bei Borussia Mönchengladbach auf den DFB-Pokal und die außergewöhnliche Aussicht auf einen Titelgewinn in dieser Fußball-Saison. Am Mittwoch hat der dreimalige Pokalsieger die Chance, gegen Favoritenschreck 1. FC Saarbrücken in das Halbfinale einzuziehen. 

«Wir spielen gegen eine Mannschaft aus der 3. Liga, wo du den Anspruch haben musst, weiterzukommen», sagte Sport-Geschäftsführer Roland Virkus nach dem 1:3 der Borussia am Samstag im Kampf um Bundesliga-Punkte in München. Allerdings fügte Virkus hinzu: «Wir fahren gewarnt nach Saarbrücken, weil sie gegen Bayern und Frankfurt gewonnen haben.» 

Rekordsieger Bayern München besiegten die Saarländer in Runde zwei mit 2:1 und Eintracht Frankfurt im Achtelfinale mit 2:0. Man müsse «in Ballbesitz kreativer» spielen in Saarbrücken, mahnte Virkus. Der letzte der drei Gladbacher Pokalsiege gelang 1995. Dazu kamen die Titelgewinne 1960 und 1973. Neben den Gladbachern kann aus der Bundesliga nur noch der Sieger der Partie Bayer Leverkusen gegen VfB Stuttgart das Halbfinale erreichen. Erreicht hatten dieses bislang die Zweitligisten Fortuna Düsseldorf und 1. FC Kaiserslautern. 

Die Niederlage in München nach dem Führungstor von Nico Elvedi bewertete Virkus als «bitter, weil mehr drin gewesen wäre für uns. Wenn wir mutig waren im Ballbesitz, konnten wir den Bayern wehtun.» Am Ende hätten zwei individuelle Fehler zur Niederlage geführt. 

Entscheidend war dabei ein Patzer von Torwart Moritz Nicolas vor dem 2:1 von Bayern-Torjäger Harry Kane. «Da muss er durchgehen ohne Rücksicht auf Verluste», sagte der Gladbacher Sportchef zum missglückten Abwehrversuch des Torwarts bei einer Flanke. Vorwürfe machte er Nicolas aber nicht, denn dieser liefere insgesamt gute Leistungen ab. «Der Junge kommt zu schlecht weg», sagte Virkus zur Bewertung des 26-Jährigen. 

© dpa
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