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«Frage der Qualität»: Gladbachs Pokal-Blamage und die Folgen

Leichtfertig nutzt Gladbach in Saarbrücken eine große Chance nicht. Ärger und Enttäuschung sind groß. Die Saison ist nun quasi gelaufen. Der Sportchef stellt eine Forderung.
1. FC Saarbrücken - Borussia Mönchengladbach
Kai Brünker (l) von Saarbrücken jubelt nach seinem 2:1 Treffer mit Tim Civeja (M) von Saarbrücken. © Uwe Anspach/dpa

Roland Virkus war richtig sauer. «Das enttäuscht mich aufs Äußerste», sagte der Sportchef von Borussia Mönchengladbach nach der Pokal-Blamage beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken. Ausreden suchte der 57-Jährige nicht: «Natürlich haben wir sehr viele junge Leute in dieser Mannschaft, aber irgendwann ist es dann auch eine Frage der Qualität.»

Gladbach verspielte im Viertelfinale am Dienstag leichtfertig die Gelegenheit, so einfach wie selten ins DFB-Pokalfinale einzuziehen. Halbfinalgegner wäre Zweitligist Kaiserslautern gewesen. Statt der Chance auf einen Titel ist die Saison für die Borussia jetzt quasi gelaufen. Es warten trostlose Wochen.

In der Bundesliga liegt der fünfmalige deutsche Meister im Niemandsland der Tabelle. Das Team von Trainer Gerardo Seoane wird ziemlich sicher weder mit dem Europapokal noch mit dem Abstieg etwas zu tun haben. «Wir sind alle enttäuscht. Es ist nicht die erste Enttäuschung in diesem Jahr, aber sie schmerzt etwas mehr, weil du dich von einem Wettbewerb ganz verabschiedest», sagte Seoane.

Auch der Coach gerät nun unter Druck. Zwar befindet sich die Borussia in einer Umbruch-Saison und die Ziele sind niedrig gesteckt. Die fehlende Konstanz und kaum erkennbare Weiterentwicklungen geben dennoch Anlass zur Sorge.

Vor allem gegen potenziell schwächere Gegner fällt den Gladbachern oft erschreckend wenig ein. In den sechs Spielen gegen die drei Bundesligisten auf den Abstiegsplätzen - Köln, Mainz und Darmstadt - gelang der Borussia kein einziger Sieg. Nun ließ sich die Elf vom Niederrhein von einem zwei Klassen niedriger spielenden Team besiegen. «Wir haben 25 Minuten hervorragend angefangen und hatten fünf, sechs hundertprozentige Torchancen. Wenn wir das Tor machen, ist Ruhe, aber das schaffen wir nicht. Da erwarte ich Lösungen von der Mannschaft und Lösungen aus dem Staff», sagte Virkus unmissverständlich.

Die Stimmung droht nun zu kippen. Nach dem K.o. in der Nachspielzeit bekamen die Spieler den Unmut ihrer Fans zu hören. Zuvor hatten die Anhänger die Borussen auch nach schwachen Partien und schwer verständlichen Auftritten noch unterstützt. «Auch für sie zerbricht ein Traum, an dem sie sich festgehalten haben. Da ist für mich jeder Unmut verständlich - auch, wenn wir alles gegeben haben», sagte Kapitän Julian Weigl.

Virkus erklärte: «Ich stamme selbst aus Gladbach und weiß, was es bedeutet für die Fans und den Club, deswegen enttäuscht mich das Ausscheiden umso mehr. Es tut mir für jeden Fan leid, der hier zum zweiten Mal angereist ist und erwartet hat, dass wir ins Halbfinale einziehen.» Für die Leistung der Mannschaft in der zweiten Hälfte des Nachholspiels habe er «überhaupt kein Verständnis». Gladbach war in einem guten ersten Durchgang am Dienstagabend nicht über ein 1:1 hinausgekommen und anschließend auf schwer ramponiertem Platz völlig harmlos gewesen. Das 1:2 durch Kai Brünker in der dritten Minute der Nachspielzeit entschied die Partie.

«Hier muss sich jeder an die eigene Nase fassen», sagte Weigl nach dem bislang für ihn enttäuschendsten Tag im Gladbach-Trikot. Der Blick nach vorne fiel dem 28-Jährigen schwer. «Der Stachel sitzt tief», sagte er.

© dpa ⁄ Thomas Eßer und Stefanie Sandmeier, dpa
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