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DAK: Mehr Angst- und Essstörungen bei Mädchen als vor Corona

Die letzten Corona-Maßnahmen sind eine Weile her, doch die Folgen der Pandemie sind noch nicht verarbeitet. Eine Auswertung der Krankenkasse DAK blickt nun auf die psychische Gesundheit von Mädchen.
Essstörungen
Ein Papierblock, auf dem Daten mit Gewicht notiert wurden, liegt auf dem Badewannenrand neben einer Waage. © Annette Riedl/dpa/Archivbild

Junge Mädchen in Rheinland-Pfalz sind laut einer Auswertung der DAK Krankenkasse 2022 im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit deutlich öfter von Angst- und Essstörungen betroffen gewesen. «Im Vergleich zu 2021 erkrankten rund 18 Prozent weniger jugendliche Mädchen 2022 neu an Angststörungen - im Vergleich zu 2019 waren es aber 52 Prozent mehr», teilte die Krankenkasse mit. Für die Auswertung analysierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler demnach anonymisierte Versicherungsdaten der DAK.

Bei Essstörungen zeigte sich laut Mitteilung ein ähnliches Bild: Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Neuerkrankungen 2022 um rund fünf Prozent zurück. «Mit Blick auf 2019 stiegen die Zahlen aber um 83 Prozent an und liegen so deutlich über dem Vor-Corona-Niveau», hieß es. Insgesamt wurde im vergangenen Jahr bei rund 4900 jugendlichen Mädchen in der Auswertung eine psychische Erkrankung oder Verhaltensstörung neu diagnostiziert.

«Wir nehmen an, dass viele Jugendliche aufgrund der Belastungen der Jahre seit 2020 weniger Fähigkeiten zur Stressregulation und soziale Kompetenzen entwickelt haben, um anstehende Entwicklungsaufgaben zu bewältigen», sagte Susanne Lieb vom Pfalzklinikum laut Mitteilung. «Unser Report zeigt, wie sich die Krankheitssituation vieler Kinder und Jugendlicher verfestigt», sagt Rainer Lange, Leiter der rheinland-pfälzischen Landesvertretung der DAK-Gesundheit.

Jungen wurden laut Auswertung seltener aufgrund von psychischen Erkrankungen oder Verhaltensstörungen behandelt. Sie nähmen Versorgungsangebote seltener und oft erst spät in Anspruch, sagte Lieb. Es müsse dafür gesorgt werden, dass Therapieangebote auch Jungen erreichten.

Auch jugendliche Mädchen aus Familien mit niedrigerem sozialem Status nahmen ärztliche Behandlungen laut Mitteilung im Vergleich seltener in Anspruch. «Die vorliegenden Daten zeigen, dass es insbesondere im Bereich der Essstörungen offensichtlich vom sozialen Status abhängt, ob ärztliche Leistungen in Anspruch genommen werden», sagte Lieb.

© dpa
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