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Trainer, Gegentore, Transfers: Gladbacher Absturz-Analyse

Die Borussia will ihre verkorkste Saison umfassend aufarbeiten. Der Coach sitzt laut Sportchef weiter fest im Sattel. Doch es gibt viele Fragen, auf die es Antworten zu finden gilt.
VfB Stuttgart - Bor. Mönchengladbach
Fans des VfB Stuttgart protestieren gegen Claus Vogt, Präsident des VfB Stuttgart. © Tom Weller/dpa

Die 0:4-Klatsche beim VfB Stuttgart war der passende Schlusspunkt einer aus Sicht von Borussia Mönchengladbach völlig verkorksten Saison. Gerade mal 34 Punkte holte das Team von Trainer Gerardo Seoane - weniger waren es zuletzt vor 15 Jahren. Der Negativtrend des fünfmaligen deutschen Meisters in der Fußball-Bundesliga hält weiter an. Nach Absteiger Darmstadt 98 war die Borussia das zweitschlechteste Team der Rückrunde, in den vergangenen elf Liga-Spielen gelang ihr nur noch ein Sieg. Die Analyse, die der Coach direkt nach der Partie am Samstag angekündigt hat, dürfte umfassend werden.

Was wird aus dem Trainer? Die Zweifel an Seoane sind im Umfeld des Clubs gewachsen. Laut Sportchef Roland Virkus sitzt er aber fest im Sattel. Man werde «auf jeden Fall» mit dem Schweizer in die neue Saison gehen, sagte der 57-Jährige nach dem Stuttgart-Spiel bei Sky. Seoanes Vorgänger Adi Hütter und Daniel Farke waren jeweils nur ein Jahr da. Die Borussia will auf der Trainerposition wieder mehr Konstanz entwickeln. Er selbst und sein Trainer-Team seien weiter «voller Energie», versicherte Seoane.

Wer könnte den Club verlassen? Die Vereinsikonen Patrick Herrmann und Tony Jantschke haben ihre Karrieren beendet. Vom aktuellen Stammpersonal gehören vor allem Verteidiger Nico Elvedi, Ex-Nationalspieler Florian Neuhaus und Mittelfeldspieler Manu Koné zu den möglichen Wechselkandidaten - wieder einmal. Koné ist hochveranlagt, hat aber auch immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Womöglich könnte die Borussia durch seinen Verkauf aber gutes Geld generieren.

Wo lagen die größten Probleme? Die Gladbacher kassierten in der Liga 67 Gegentore - mehr waren es zuletzt beim Abstieg vor 25 Jahren (79). Man habe nie eine «Kompaktheit» gefunden und eine «Formation, in der wir stabil standen», meinte Sportchef Virkus. Auch in Stuttgart habe sein Team zu nachlässig verteidigt, sagte Coach Seoane. Beide führten aber auch an, dass die Borussia von vielen personellen Rückschlägen geplagt worden sei.

Was macht Hoffnung? Robin Hack, der in der Rückrunde zehn Tore erzielte, und Rocco Reitz gehörten zu den wenigen Gladbacher Lichtblicken in dieser Saison. Womöglich kann das Duo künftig noch zentralere Rolle ein- und noch mehr Verantwortung übernehmen.

© dpa
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