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Thioune vor Relegation: «Ungerecht oder super»

Fortuna Düsseldorf steht schon vor dem letzten Spieltag als Relegations-Teilnehmer aus der 2. Liga fest. Der Trainer betrachtet das mit gemischten Gefühlen.
Daniel Thioune
Daniel Thioune. © Marius Becker/dpa

Trainer Daniel Thioune vom Zweitliga-Dritten Fortuna Düsseldorf geht mit gemischten Gefühlen in die Relegation gegen den Drittletzten der Fußball-Bundesliga. «Als Konsument und Fußball-Fan finde ich es ganz spannend. Als Beteiligter finde ich es entweder ungerecht oder super», sagte Thioune zwei Tage vor dem letzten Liga-Spiel gegen den FC Magdeburg. Vor diesem steht aber schon fest, dass die Fortuna sicher Dritter wird, als Gegner kommen noch vier Teams infrage.

«Meine Mannschaft hätte sicher mehr verdient als eine vielleicht verlorene Relegation. Und ob eine Mannschaft aus der ersten Liga, die nicht ganz so erfolgreich war, verdient hat, vielleicht drinzubleiben, will ich nicht bewerten», sagte Thioune weiter, bemühte sich aber um eine positive Herangehensweise. «Wenn es nur zwei Aufsteiger geben würde, hätte ich ab Sonntag schon Urlaub», sagte er: «Deshalb sind wir nicht sauer, dass wir sie spielen dürfen, sondern nehmen sie an und sehen sie als Riesenchance.» 

Er selbst habe «schon Relegation erleben dürfen, erfolgreich und weniger erfolgreich», sagte Thioune: «Es ist schon ein Tiefschlag, wenn man es nicht schafft. Aber ich halte mich an meine positive Erfahrung.»

Was den Coach jedoch ärgert, ist die Tatsache, dass die Gelben Karten nach der Saison nicht gelöscht werden und somit Sperren in der Relegation möglich sind. «Es ist völliger Schwachsinn, dass wir die Karten mitnehmen», sagte Thioune: «Das ist ein anderer Wettbewerb. Wir nehmen sie ja auch nicht mit in die neue Saison.»

Die vier möglichen Gegner Mainz, Bochum, Berlin und Köln werde man am Wochenende nicht vor Ort beobachten, sagte Thioune. Analyst Benjamin Fischer habe aber alle vier Gegner in den letzten Wochen schon live gesehen. «Wir machen uns schon seit Längerem ein Bild, was auf uns zukommen könnte», sagte der Coach: «Das gehört zu unserer Verantwortung, auch wenn man nicht so viel darüber redet.»

© dpa
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