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Terzic wehrt sich und spürt erhöhten Druck

Der Druck nimmt zu für BVB-Trainer Terzic. Das empfindet auch der Coach selbst so. Gegen Leipzig fordert er mal wieder eine Reaktion. Gegen Kritik an zu defensiver Spielweise wehrt er sich.
Edin Terzic
Dortmunds Trainer Edin Terzic reagiert nach dem Spiel unzufrieden. © Tom Weller/dpa

Edin Terzic hat schon angenehmere Zeiten bei Borussia Dortmund erlebt. Der Druck auf den Coach des kriselnden Fußball-Bundesligisten nimmt auch nach dessen Wahrnehmung zu. Zudem plagen Terzic vor der nächsten kniffligen Aufgabe am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen RB Leipzig ernsthafte Personalprobleme. Linksverteidiger Julian Ryerson und Angreifer Youssoufa Moukoko werden in diesem Jahr nicht mehr für die Westfalen spielen können. Beide verletzten sich am Mittwoch beim 0:2-Pokal-Aus nach fürchterlicher Leistung beim VfB Stuttgart.

Dadurch bekommen nun zwei Spieler eine Chance, die noch vor wenigen Wochen beim BVB außen vor waren: U17-Weltmeister Paris Brunner soll gegen Leipzig im Kader stehen und könnte sein Profi-Debüt feiern. Zudem bekommt der bereits ausgemusterte Thomas Meunier eine neue Chance. «Er hat es zuletzt im Training herausragend gut gemacht», urteilte Terzic über den Belgier, der nach den Verpflichtungen von Ryerson und dem bislang kolossal enttäuschenden Ramy Bensebaini keine Möglichkeiten mehr zu haben schien. Jetzt bekommt er sie doch. «Es geht jetzt darum, dass er das jetzt nutzt», sagte Terzic. «Wir haben jetzt die Situation, dass uns viele Spieler innerhalb von Tagen weggebrochen sind.»

Youngster Brunner war vor einigen Wochen wegen eines nicht näher benannten Vorfalls suspendiert, ist inzwischen aber wieder begnadigt und dürfte nach dem WM-Gewinn in Indonesien voller Selbstvertrauen sein.

Das soll sich das gesamte Team wieder über Erfolge holen. «Wir haben die klare Aufgabe, es schnellstmöglich besser zu machen», sagte Terzic zur Aufgabe gegen Leipzig. Die Auftritte beim 1:1 in Leverkusen und im DFB-Pokal waren ernüchternd. «Wir müssen dringend wieder Konstanz reinbringen», forderte der BVB-Coach, machte aber selbst kaum Hoffnung. «Es wird immer wieder diese Rückschläge geben können. Daraus wird dann immer ein Thema gemacht», motzte der 41-Jährige. «Für jeden Bundesligatrainer gibt es Drucksituationen in einer Saison. Die spüre ich jetzt natürlich auch», gestand Terzic.

Der Trainer steht auch wegen seiner vermeintlichen Defensivtaktik zuletzt in der Kritik. Dagegen wehrte sich Terzic indes am Freitag und rechtfertigte sich: «Gegen München etwa haben wir auch extrem viele Chancen zugelassen.» Nach den Erfahrungen beim 0:4 gegen die Bayern vor gut einem Monat habe er daher seiner Meinung nach nur beim ebenfalls offensivstarken Tabellenführer eine defensivere Ausrichtung gewählt. Dies sei aber keinesfalls die allgemein neue Ausrichtung: «Das ist auch nicht die DNA unserer Mannschaft.»

© dpa ⁄ Carsten Lappe, dpa
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