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Streiks im Bahn- und Flugverkehr haben begonnen

Reisende in Nordrhein-Westfalen müssen in den nächsten zwei Tagen mit erheblichen Einschränkungen im Bahn- und Luftverkehr rechnen. Die Streiks sind am Donnerstagmorgen planmäßig angelaufen, wie eine Bahnsprecherin sagte. Laut dem Info-Portal Zuginfo.nrw sind knapp 40 Regionalbahnen (RE und RB) und S-Bahn-Linien vom Streik der Lokführergewerkschaft GDL betroffen. Sie fallen entweder ganz aus oder verkehren nur mit reduziertem Takt. Folgen für Reisende haben auch die Warnstreiks im Luftverkehr, zu denen die Gewerkschaft Verdi das Bodenpersonal der Lufthansa aufgerufen hat. An mehreren deutschen Flughäfen, darunter Köln/Bonn, legten auch Beschäftigte an den Personal- und Warenkontrollen die Arbeit nieder.
GDL-Streik bei der Bahn
Blick durch ein Fenster auf ein DB Logo. © Hannes P. Albert/dpa

Die Deutsche Bahn will mit einem Notfahrplan versuchen, zumindest einige Reisende im Fern- und Regionalverkehr an ihr Ziel zu bringen. Der Streik, zu dem die Lokführergewerkschaft GDL aufgerufen hat, soll bis Freitag (13 Uhr) dauern. Der Bahn zufolge kann es jedoch den gesamten Freitag zu Einschränkungen kommen.

Nicht bestreikt werden Züge kleinerer Bahnunternehmen wie Nationalexpress, Eurobahn oder RheinRuhrBahn. Laut zuginfo.nrw fahren 42 Regionalbahn- und S-Bahn-Linien ohne Einschränkungen. Streikbedingte Auswirkungen sind einer Sprecherin der Eurobahn zufolge aber dennoch möglich, zum Beispiel wegen fehlenden Personals in einzelnen Stellwerken. Die Deutsche Bahn bittet Reisende, sich vor Fahrtantritt zu informieren, ob ihre Verbindung verfügbar ist. Fahrgäste können ihre geplante Reise auch verschieben und ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen, die Zugbindung ist aufgehoben.

Die GDL hatte am Montag zu dem 35-stündigen Streik im Tarifstreit mit der Bahn aufgerufen. Es ist bereits der fünfte Ausstand im seit November laufenden Konflikt. Die Bahn rechnet bundesweit mit starken Einschränkungen im Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr. Knackpunkt der Tarifauseinandersetzung ist die Forderung der Gewerkschaft nach einer Absenkung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden für Schichtarbeiter ohne finanzielle Einbußen. Eine vierwöchige Verhandlungsphase hinter verschlossenen Türen war vergangene Woche trotz des Einsatzes externer Vermittler gescheitert. Die Gewerkschaft will nun künftige Streiks deutlich kurzfristiger ankündigen als bisher.

Folgen für Reisende haben auch die Streiks im Luftverkehr, zu denen die Gewerkschaft Verdi das Bodenpersonal der Lufthansa aufgerufen hat. Der Streik sei wie angekündigt und geplant angelaufen, sagte Dennis Dacke von Verdi am Donnerstagmorgen. Die Gewerkschaft erlebte demnach eine bisher sehr große Streikbereitschaft der Beschäftigten.

Am Düsseldorfer Flughafen entfallen fast alle Lufthansa-Verbindungen. Zwischen Mittwochabend und Samstagmorgen sind nach Angaben einer Sprecherin fast 70 Abflüge und Ankünfte betroffen. Am Flughafen Köln/Bonn wurden im Streikzeitraum knapp 30 Lufthansa-Verbindungen gestrichen. Ein Umstieg auf die Bahn ist für Passagiere wegen des GDL-Streiks diesmal nur sehr eingeschränkt möglich. Alle anderen Flüge ab Düsseldorf und Köln/Bonn sollen planmäßig stattfinden. Passagieren wird jedoch geraten, sich vor der Anreise bei ihrer Airline oder ihrem Reiseveranstalter über den aktuellen Stand ihres Fluges informieren.

Es ist bereits die fünfte Warnstreikwelle im laufenden Tarifkonflikt des Lufthansa-Bodenpersonals. Zum dritten Mal werden dabei die Passagierflüge in Mitleidenschaft gezogen. Die Gewerkschaft Verdi erhofft sich von den Streiks höhere Zugeständnisse bei den Tarifverhandlungen. Sie fordert bei einer Laufzeit von zwölf Monaten 12,5 Prozent mehr Gehalt sowie eine Inflationsausgleichsprämie von 3000 Euro.

Auch die Luftsicherheitsleute werden bei ihrer separaten Tarifrunde von Verdi vertreten und haben bereits eine Warnstreikrunde absolviert. Ohne Vorwarnung gingen am Mittwochabend Beschäftigte an den Personal- und Warenkontrollen am Flughafen Köln/Bonn in den Ausstand, wie Verdi-Sekretär Özay Tarim berichtete. Damit werde insbesondere der Frachtverkehr an dem 24-Stunden-Flughafen empfindlich getroffen. Die Passagierflüge seien nicht betroffen. Dem Warnstreik, der bis 24.00 Uhr am Donnerstag dauern sollte, hätten sich Beschäftigte des Paketversenders UPS angeschlossen.

© dpa
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