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Zeitgleiche Streiks treffen Bahn und Hamburger Flughafen

Die zeitgleichen Ausstände bei der Bahn und beim Flughafen-Personal treffen auch Reisende im Norden. Sowohl im Bahn- als auch im Luftverkehr gibt es in den kommenden Tagen große Störungen.
Vor dem GDL-Streik bei der Bahn
ICE-Züge der Deutschen Bahn stehen auf Abstellgleisen unweit des Hauptbahnhof. © Boris Roessler/dpa

Ausfälle im Bahnverkehr und ein komplett eingestellter Betrieb am Flughafen: Reisende im Raum Hamburg und Schleswig-Holstein brauchen wieder starke Nerven oder müssen sich Alternativen suchen. Ab Donnerstagfrüh hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) erneut zum Streik bei der Bahn aufgerufen. Am Hamburger Flughafen wollen Mitarbeiter bereits ab Mittwochabend die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte im Luftsicherheitsbereich sowie das Bodenpersonal der Lufthansa zum Warnstreik aufgerufen. Die laufenden Tarifkämpfe und Auswirkungen:

Ausfälle bei der Bahn im Norden

Der Streik im Fern- und Regionalverkehr der Bahn beginnt am frühen Donnerstagmorgen um 2.00 Uhr und soll laut GDL bis Freitag um 13.00 Uhr dauern. Auch nach offiziellem Streikende dürfte es noch Verzögerungen geben, bis die Züge wieder nach Fahrplan verkehren.

In der Hansestadt ist zusätzlich die S-Bahn Hamburg betroffen. Die S-Bahnen sollen nach einem Notfahrplan verkehren, nähere Informationen waren dazu am Mittwoch zunächst nicht bekannt. Fahrgäste wurden gebeten, nach Möglichkeit auf Busse und U-Bahnen auszuweichen. Die Unternehmen Metronom, Erixx und AKN werden nicht bestreikt, allerdings kann der Ausstand auch auf ihren Verbindungen zu Ausfällen und Verspätungen führen.

Im seit November laufenden Tarifstreit ist es der fünfte Arbeitskampf. Neben finanziellen Forderungen dreht sich die Auseinandersetzung vor allem um das Thema Wochenarbeitszeit. Die GDL fordert eine Senkung von 38 auf 35 Stunden für Schichtarbeiter ohne finanzielle Einbußen. Im Güterverkehr der DB Cargo beginnt der Streik bereits am Mittwochabend um 18.00 Uhr und soll bis Freitag um 5.00 Uhr gehen.

Warnstreik der Luftsicherheitskräfte - keine Abflüge am Donnerstag

Mitarbeiter der Luftsicherheitskontrolle am Hamburger Flughafen sind von Mittwochabend (22.00 Uhr) bis Donnerstag (22.00 Uhr) zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen. Die zentrale Sicherheitskontrolle bleibt geschlossen, der Flughafenbetreiber hat deshalb alle 141 Abflüge für Donnerstag abgesagt. Die Maschinen sollen teilweise ohne Passagiere starten, teilte der Helmut-Schmidt-Flughafen mit. Das ist notwendig, um weitere Störungen im Flugverkehr zu vermeiden.

Auch der Vorabend-Check-in sei am Mittwoch und Donnerstag nicht möglich, informierte der Airport auf seiner Internetseite. Bei den Ankünften seien ebenfalls Ausfälle und Verspätungen zu erwarten, hieß es. Für Freitag erwartet der Flughafen darüber hinaus viele Umbuchungen, sodass mit stark ausgelasteten Flügen zu rechnen sei.

Bei den Tarifverhandlungen der Luftsicherheit geht es um die Arbeitsbedingungen von rund 25.000 Mitarbeitern privater Sicherheitsdienstleister. In dem Tarifkonflikt sind bislang fünf Verhandlungsrunden ohne Ergebnis geblieben. Verdi fordert bei einer Laufzeit von zwölf Monaten eine Stundenlohnerhöhung um 2,80 Euro mit schneller einsetzenden Mehrarbeitszuschlägen ab der ersten Überstunde. Die Arbeitgeber vom Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) haben nach eigenen Angaben 2,70 Euro in drei Stufen angeboten bei einer Laufzeit von 24 Monaten.

Lufthansa-Ausfälle bis Samstag

In einer weiteren Tarifauseinandersetzung hat Verdi auch Mitarbeiter des Bodenpersonals bei der Fluggesellschaft Lufthansa zu einem erneuten Ausstand aufgerufen. Der Warnstreik soll am Mittwochabend um 20.00 Uhr beginnen und bis Samstagmorgen um 7.10 Uhr dauern. Betroffene Passagiere sind laut Flughafen angehalten, sich bei der Lufthansa über Streichungen und Umbuchungsmöglichkeiten zu informieren. Am Freitag sind demnach jeweils 15 Ankünfte und Abflüge der Lufthansa abgesagt.

Im Tarifkonflikt mit der Lufthansa hatte Verdi 12,5 Prozent mehr Geld und eine Inflationsausgleichsprämie bei einem Jahr Laufzeit gefordert. Die Lufthansa hat bislang bei 28 Monaten Laufzeit 10 Prozent höhere Gehälter angeboten. Es ist bereits der dritte Ausstand im laufenden Tarifkonflikt für rund 25.000 Beschäftigte der Dienste am Boden.

© dpa
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