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Wechsel-Missverständnis: Werner versteht Thorups Ärger

Vor einer Woche beklagt sich Werder über Verwirrung an der Seitenlinie, die zum 0:2 in Stuttgart führt. Gegen den FC Augsburg profitieren die Bremer von einem Missverständnis auf der Gegenseite.
Werder Bremen - FC Augsburg
Werder Trainer Ole Werner bedankt sich bei den Fans. © Carmen Jaspersen/dpa

Werder-Trainer Ole Werner hatte Verständnis für den Ärger seines Kollegen Jess Thorup vom FC Augsburg. Der Däne hatte sich nach dem 0:2 seiner Mannschaft im Bundesliga-Spiel in Bremen über die Verwirrung bei einer geplanten Auswechslung beklagt, durch die das zweite Tor für Werder durch Marvin Ducksch (65.) seiner Meinung nach begünstigt wurde. «Das ärgert mich», sagte Thorup am Samstag.

Er hatte sich nach seinen Angaben mit dem vierten Offiziellen über einen Doppelwechsel verständigt und Mads Pedersen und Ruben Vargas zu sich gerufen. Doch das Spiel ging weiter. Die Folge: Mitchell Weiser flankte ungehindert zu Ducksch, der per Kopf traf. «Fehler? Weiß ich nicht», sagte Thorup in der Pressekonferenz. «Ich kann da nur bei mir selbst anfangen.»

Zuvor hatte er beim Sender Sky gemeint: «Ich werde keinem anderen die Schuld geben. Daraus muss ich oder müssen wir lernen, dass wir es besser machen.»

Werder-Trainer Werner sah sich an eine Szene erinnert, die er mit seinem Team eine Woche zuvor bei der Niederlage beim VfB Stuttgart erlebt hatte - damals zuungunsten der Bremer. Dort hatte es im Vorfeld des 0:2 ebenfalls Verwirrung an der Seitenlinie gegeben.

VfB-Spieler Chris Führich war gerade von Schiedsrichter Bastian Dankert nach einer Verletzungspause wieder auf das Spielfeld gelassen worden, als Bremens Torhüter Michael Zetterer dem Nationalspieler den Ball in den Lauf spielte. Wenige Sekunden später resultierte daraus der Stuttgarter Elfmeter, der zum 2:0-Endstand führte.

«Ich kann seit letzter Woche nachvollziehen, dass man sich darüber ärgert, wenn beim Wechsel in der Kommunikation etwas schiefläuft», sagte er. Er wisse aber nicht, ob die beiden Situationen vergleichbar seien.

«Sicherlich würde ich mich ärgern, wenn aufgrund eines Missverständnisses eine solche Situation entsteht. Das ist ja logisch», meinte Werner. «Für uns war es gut. So ist es ja oft im Fußball, dass sich die Sachen ausgleichen. Schön, dass es direkt eine Woche später war.»

Durch den Sieg gegen die zuletzt sechsmal ungeschlagenen Augsburger beendeten die Bremer ihre Negativserie nach vier Partien. Damit verschafften sie sich wieder etwas Luft im Abstiegskampf.

© dpa
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