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Rheinmetall übernimmt Mitarbeiter von Conti

Die Rüstungsindustrie boomt, in der Autoindustrie drohen Stellen wegzufallen. Rheinmetall will jetzt von Continental Mitarbeiter übernehmen. Statt Bremsen sollen sie Munition herstellen.
Rheinmetall in Unterlüß
155-Millimeter Artelleriemunition wird bei Rheinmetall gefertigt. © Philipp Schulze/dpa

Der Rüstungskonzern Rheinmetall will vom Autozulieferer Continental gezielt dort nicht mehr benötigte Mitarbeiter übernehmen. Das sehe eine nun unterzeichnete Absichtserklärung vor, teilten beide Unternehmen am Freitag mit. So sollen bis zu 100 Mitarbeiter des vor der Schließung stehenden Conti-Bremsenwerks in Gifhorn zu Rheinmetall nach Unterlüß in der Lüneburger Heide wechseln. Der Rüstungskonzern errichtet dort eine neue Munitionsfabrik.

«Hier passt alles zusammen», sagte Rheinmetall-Personalvorstand Peter Sebastian Krause laut Mitteilung. «Wir sind davon überzeugt, dass die Continental-Beschäftigten hervorragende Qualitäten mitbringen, die für uns bei Rheinmetall von hohem Wert sein können.» An weiteren Conti-Standorten sollen die dortigen Mitarbeiter gezielt über mögliche Perspektiven bei Rheinmetall informiert werden.

«Die tiefgreifenden Veränderungen in allen Industrien lassen sich nur gemeinsam bewältigen», sagte Continental-Personalvorständin Ariane Reinhart. Für Zulieferer sei Rheinmetall nun bereits der dritte Partner im Rahmen der Initiative «Von Arbeit in Arbeit». Ziel sei es, «den Beschäftigten der von der Transformation betroffenen Standorte neue Perspektiven zu ermöglichen», so Reinhart. Der Zulieferer will neben Gifhorn auch die Standorte Schwalbach und Wetzlar in Hessen dicht machen.

Dritter Partner nach Stiebel Eltron und Siemens

Conti hatte vor knapp einem Jahr angekündigt, sein defizitäres Bremsenwerk in Gifhorn bis Ende 2027 zu schließen und sucht seither gezielt nach Unternehmen, die einen Teil der bisher 900 Mitarbeiter übernehmen. Der Haustechnikhersteller aus Stiebel Eltron hat bereits angekündigt, einen Teil des Werkes und 300 Mitarbeiter zu übernehmen, um dort künftig Teile für Wärmepumpen herzustellen. Siemens Mobility will bis zu 100 Mitarbeiter für sein Bahntechnikwerk in Braunschweig übernehmen.

Rheinmetall rechten angesichts des sprunghaften Anstiegs der Waffennachfrage seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine mit einem stark wachsenden Geschäft. In Unterlüß wurde im Februar mit dem Bau einer neuen Munitionsfabrik begonnen. Bereits im kommenden Jahr solle die Produktion anlaufen. Unterlüß ist bereits der größte Produktionsstandort des Rüstungskonzerns. Neben Munition werden hier auch Militärfahrzeuge wie der Schützenpanzer Puma hergestellt. Derzeit hat Rheinmetall an dem Standort 2500 Mitarbeiter.

© dpa
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