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Debatte um kleinere Kita-Gruppen in MV: Zeitplan gefordert

Die Bertelsmann Stiftung stellt in ihren jährlichen Berichten zur Kinderbetreuung immer wieder fest, dass die Kita-Gruppen in MV die größten bundesweit sind. Änderung tut Not - meint nicht nur die Opposition im Landtag.
Kita
Eine Praktikantin liest in einer Kita Kindern vor. © Sebastian Gollnow/dpa/Illustration

Die Opposition im Landtag macht weiter Druck bei der angestrebten Absenkung des Betreuungsschlüssels in den Kindertagesstätten in Mecklenburg-Vorpommern. Der CDU-Abgeordnete Torsten Renz erneuerte am Donnerstag nach einer Sitzung des Bildungsausschusses seine Forderung nach einem Stufenplan. «Die Anhörung hat heute ergeben, dass dies genau der richtige Weg ist», sagte er.

In der Ausschusssitzung hatten die Initiatoren einer Volksinitiative für kleinere Kitagruppen ihre Argumente vortragen können. Ihr Ziel sind Fachkraft-Kind-Quoten von 1:4 in der Krippe, 1:10 in der Kita und 1:17 im Schulhort. Um dies umzusetzen, sind laut Bildungsministerium zusätzlich etwa 5000 Erzieherinnen und Erzieher nötig. Aktuell liegen die Quoten bei 1:6, 1:15 und 1:22, sie sind damit bundesweit mit die höchsten. Bei den Kitas soll die Quote schon bald auf 1:14 sinken.

Wie Renz räumte auch die Grünen-Abgeordnete Jutta Wegner ein, dass die Betreuungsschlüssel angesichts des Fachkräftemangels «nicht ad hoc» verbessert werden könnten. Doch sei eine Verbesserung der Situation unabdingbar. «Dies müssen wir jetzt gemeinsam angehen und den von uns bereits vor der Landtagswahl geforderten «Zukunftspakt Kita» endlich umsetzen. Nur ein parteiübergreifendes Bündnis und ein verbindlicher, über die Legislaturen hinausgehender Stufen- und Zeitplan kann die Umsetzung der Volksinitiative ermöglichen», betonte Wegner. Jedes Kind, das früh gefördert werde, schaffe später einen besseren Bildungsabschluss.

Auch Linksfraktionschefin Jeannine Rösler verwies darauf, dass sich die von der Volksinitiative geforderten Betreuungsschlüssel in naher Zukunft leider nicht realisieren ließen. «Weder verfügt das Land über die dafür erforderlichen Fachkräfte noch können diese in absehbarer Zeit ausgebildet werden, weil es schlicht den erforderlichen Nachwuchs nicht gibt», erklärte sie. Um im Wettbewerb um Berufsnachwuchs mit anderen Branchen bestehen zu können, solle die Ausbildung attraktiver werden. Zudem werde der Einsatz von Alltagshelferinnen und -helfern gesetzlich verankert, damit sich die Fachkräfte stärker auf ihre pädagogische Arbeit konzentrieren könnten.

© dpa
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