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Kita-Beschäftigte demonstrieren für bessere Bedingungen

Mehr Betreuende pro Kind, keine Kürzung bei den Sachkosten: Gut 1200 Kita-Beschäftigte protestieren vor dem Landtag gegen Reformpläne.
Demonstration der freien Kita-Träger in Kiel
Teilnehmer einer Demonstration stehen vor dem Kieler Landtag. © Frank Molter/dpa

Die Situation in den Kindertagesstätten in Schleswig-Holstein erhitzt weiter die Gemüter. Vor Beginn der Landtagsberatungen demonstrierten Beschäftigte und Eltern am Donnerstag lautstark gegen die angespannte Situation in den Einrichtungen. Die Polizei sprach von gut 1200 Demonstrierenden.

«Wir brauchen gute Fachkräfte und insgesamt mehr Personal im Bereich der frühkindlichen Bildung, um eine gute Kindertagesbetreuung in Schleswig-Holstein zu gewährleisten», sagte Sozialministerin Aminata Touré (Grüne). «Fachkräfte bleiben, wenn sie gute Arbeitsbedingungen haben.» Unterstützende Kräfte könnten das Fachpersonal entlasten.

Gemeinsam mit dem Bildungsministerium und wissenschaftlicher Unterstützung werde ein fundiertes Bild zum Personalbedarf in den kommenden Jahren erarbeitet, sagte Touré. Bis zum Sommer wolle sie einen Bericht vorlegen. Die Fachkräfteinitiative sei 2024 mit 12, ab 2025 mit jährlich 13 Millionen Euro hinterlegt. 2023 seien bereits vier Millionen Euro geflossen. Umgesetzt sei bereits die praxisintegrierte Aus- und Weiterbildung von sozialpädagogischen Assistenten, Erzieherinnen und Heilerziehungspflegerinnen für etwa 700 Schülerinnen und Schülerinnen.

SPD und SSW hatten einen entsprechenden Bericht gefordert. An jedem Tag seien Kitagruppen geschlossen oder nur im Notbetrieb, weil Fachkräfte fehlten, sagte die SPD-Kitapolitikerin Sophia Schiebe. «Wenn die Probleme der Kitas nicht gelöst werden, werden wir diese weiter thematisieren.» Die Demo habe gezeigt, dass die Opposition damit nicht allein sei.

Auf Plakaten bei der Demonstration stand unter anderem «Kita... come in & burn out» oder «Was ist klein, bunt und hat kein Personal?». Neben Landtagsabgeordneten stellte sich auch Touré den Demonstranten.

Eine Sprecherin der Interessengemeinschaft Kita in Gefahr forderte, die Anzahl der Fachkräfte pro Kind in den Kitas zu erhöhen. Außerdem gebe es zu viel Bürokratie und zu wenig Nachwuchs. Eine selbstständige Tagesmutter aus Glückstadt (Kreis Stormarn) kritisierte Kürzungen bei den Sachleistungen. «Das ist eine absolute Vollkatastrophe.»

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zeigte sich solidarisch mit der Demonstration der Landeselternvertretung der Kitas für bessere Bedingungen. «Die Eltern setzen heute ein wichtiges Zeichen für Kitas, in denen sich ihre Kinder wohlfühlen können», sagte der Co-Landesvorsitzende Henning Schlüter. «Dazu zählen kleinere Gruppen, ein besserer Fachkraft-Kind-Schlüssel, Verlässlichkeit, eine solide Finanzierung – und aus gewerkschaftlicher Sicht natürlich ganz obenan die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.» Mehr Kita-Plätze und eine höhere Verlässlichkeit könne es nur mit deutlich mehr qualifiziertem Personal geben.

© dpa
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