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Verdi-Warnstreik am Flughafen Frankfurt gestartet

Zahlreiche gestrichene Flüge, wartende Passagiere: Bei der Luftsicherheit wird an diesem Donnerstag gestreikt. Betroffen ist auch der größte deutsche Flughafen in Frankfurt.
Warnstreik der Sicherheitskräfte an Flughäfen - Frankfurt
Ein Monitor informiert zum Streik im Wartebereich. © Jörg Halisch/dpa

Auch an Deutschlands größtem Flughafen Frankfurt hat die Gewerkschaft Verdi am frühen Donnerstagmorgen (2.00 Uhr) mit ihrem Warnstreik bei der Luftsicherheit begonnen. In Frankfurt sind keine Zustiege möglich. Von 1120 geplanten Flugbewegungen wurden zunächst rund 310 abgesagt, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport mitteilte. Der Hauptkunde Lufthansa hatte angekündigt, den Großteil seines Programms in Frankfurt einschließlich der Fernflüge insbesondere für Umsteiger aufrechtzuerhalten.

Im Transitbereich habe es am Morgen keine Unregelmäßigkeiten gegeben, sagte der Fraport-Sprecher. Hier müssen einige Umsteiger nachkontrolliert werden, die nicht aus sicheren Herkunftsländern nach Frankfurt geflogen sind. Hierfür gibt es einen vereinbarten Notdienst.

Fraport hatte Passagiere aufgerufen, nicht zum Flughafen zu kommen und sich mit ihren Airlines in Verbindung setzen, um andere Reisemöglichkeiten zu erhalten. Im Online-Informationsangebot des Flughafens waren am Morgen zahlreiche Annullierungen zu sehen. Andere Flüge starteten. Luftsicherheitskräfte sind etwa an den Kontrollen für Passagiere, Gepäck und Personal tätig. Ohne sie ist ein normaler Betrieb nicht möglich.

In dem Tarifkonflikt fordert Verdi 2,80 Euro mehr Lohn pro Stunde, höhere Funktionszulagen und Mehrarbeitszuschläge ab der ersten Überstunde. Die Arbeitgeber vom Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) haben nach eigenen Angaben für dieses Jahr 4 Prozent und für das kommende Jahr 3 Prozent mehr Geld angeboten.

Der Streik sei völlig unangemessen, sagte Frank Haindl von der BDLS-Tarifkommission. Es liege ein diskussionsfähiges Angebot auf dem Tisch. Es müsse ein Kompromiss gefunden werden, der für beide Seiten tragfähig sei. Beide Seiten müssten zudem über Eckpunkte einer Schlichtungsvereinbarung sprechen - für den Fall, dass es am Verhandlungstisch keine Lösung gebe, sagte Haindl. Es müsse verhindert werden, dass es zu ausufernden Streiks wie bei der Deutschen Bahn komme.

Auch an zehn andere Flughäfen in Deutschland gibt es Warnstreiks bei der Luftsicherheit. Am Freitag soll wieder ein normaler Betrieb möglich sein. Nach Schätzung des Flughafenverbandes ADV sollen bundesweit rund 1100 Flüge ausfallen oder verspätet starten. Betroffen sind schätzungsweise 200.000 Passagiere.

© dpa
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