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Schnee und Glatteis sorgen weiter für angespannte Lage

Schüler freuen sich über einen freien Tag, Rodler über Winterspaß. Doch wer per Auto, Bus, Bahn oder Flugzeug unterwegs sein muss, braucht starke Nerven.
Winterwetter
Passagiere warten im Hauptbahnhof auf einen Zug. © Marijan Murat/dpa

Glatteis und Schneefall haben auch am Donnerstag den Straßen-, Bahn- und Luftverkehr in Hessen beeinträchtigt. Besserung war allerdings in Sicht: Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach kündigte für die nächsten Tage ruhiges Winterwetter an.

Am Frankfurter Flughafen waren wegen Eisregens am Mittwoch die Flugzeugstarts zeitweilig ausgesetzt worden, am Donnerstag wurden angesichts von Schnee und Eis Hunderte Flüge annulliert. Mehr als 300 von insgesamt etwa 1000 Flügen seien gestrichen worden, sagte ein Fraport-Sprecher und fügte hinzu: «Der Winterdienst war voll im Einsatz.» Da Flüge wegen der erwarteten Wetterlage vorausschauend gestrichen worden seien, herrsche in den Terminals ein «geordneter Betrieb». Fluggäste würden weiterhin gebeten, sich vor ihrer Fahrt zum Flughafen auf den Internetseiten der Fluggesellschaften über den Status ihres Fluges zu informieren.

Auch Lkw- und Autofahrer brauchten Geduld, vor allem auf Autobahnen in Nord-, Ost- und Mittelhessen. Manche standen über zwölf Stunden lang im Stau, sie wurden vom Deutschen Roten Kreuz mit heißen Getränken und Decken versorgt. So meldete das Polizeipräsidium Fulda auch am Donnerstag kilometerlange Staus auf den Autobahnen 4, 5 und 7. Bereits am Mittwochabend war dort nichts mehr vorangegangen: Mehrere Lkw blockierten die glatten Fahrbahnen.

In Nordhessen war die Lage auf der Autobahn 7 ebenfalls angespannt. Ein Polizeisprecher berichtete von «erheblichen Behinderungen in Richtung Süden». Insgesamt verzeichnete das Polizeipräsidium in Kassel über 100 Unfälle in Nordhessen seit Mittwochmittag, schwer verletzt wurde dabei den ersten Erkenntnissen zufolge niemand.

In Mittelhessen kam es auf der A5 zu Staus, zudem gab es am Donnerstag bis zum Mittag rund 40 Verkehrsunfälle auf glatten Straßen. Ob dabei Menschen auch schwer verletzt wurden, war zunächst nicht bekannt. In Bad Nauheim rutschte am Morgen ein Fahrzeug des Winterdienstes in eine Bushaltestelle, an der sich jedoch keine Menschen aufhielten. Unter anderem in der Stadt Limburg war der Winterdienst fast rund um die Uhr aktiv. «So einen massiven Einsatz hatten wir das letzte Mal im Jahr 2010», erinnerte sich der Abteilungsleiter des Bauhofs, Michael Menier.

Schnee und Eis sorgten auch für Einschränkungen bei Bussen und Bahnen, vor allem in Nord- und Mittelhessen. Die Regionalbahn zwischen Marburg und Bad Laasphe sowie Züge auf der Strecke zwischen Marburg und Korbach fielen am Donnerstagmorgen komplett aus, wie die Bahn berichtete.

Beim Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) streikte in der Nacht zu Donnerstag aufgrund der vielen Anfragen der Server. Statt einer Liste der Störungen erschien nur der Text: «Aufgrund der aktuellen Wettersituation kann der Server leider zeitweise nicht alle Anfragen beantworten. Wir bitten dies zu entschuldigen.»

Nach Angaben einer Sprecherin waren Busse in Nordhessen stärker betroffen als der Zugverkehr. Einzige Ausnahme war die Kurhessenbahn von Korbach Richtung NRW, hier wurde der Betrieb erst am späten Vormittag aufgenommen. «Auch im weiteren Verlauf des Tages muss weiterhin mit Verspätungen sowie punktuellen Ausfällen gerechnet werden, aber insgesamt wird auf eine langsame Verbesserung der Gesamtsituation gehofft», teilte der NVV auf seiner Internetseite mit.

«Wir sind angesichts der starken Schneefälle ab dem gestrigen frühen Nachmittag sehr gut durch diesen Wintertag gekommen», sagte der Vorstandsvorsitzende der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG), Michael Maxelon. Alle Straßenbahnlinien und Regiotrams seien planmäßig unterwegs gewesen, bei den Busfahrten habe es wegen glatter Straßen Einschränkungen gegeben. Glimpflich davon kamen auch die U- und Straßenbahnen in Frankfurt, wie die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) berichtete. Der Betrieb sei trotz vereister Bahnsteige, umgestürzter Bäume und eingefrorener Oberleitungen kaum beeinträchtigt worden.

Wegen der Witterungsbedingungen fiel am Donnerstag wie bereits am Mittwoch in einigen Landkreisen die Schule aus. So meldeten etwa der Lahn-Dill-Kreis und der Landkreis Limburg-Weilburg auf Facebook, dass für die Schülerinnen und Schüler Distanzunterricht angeboten werde. Auch im Landkreis Gießen und im Vogelsbergkreis bestand laut Pressemitteilung keine Präsenzpflicht. Der Werra-Meißner-Kreis empfahl Schulen den Distanzunterricht. Zahlreiche Schulen im Main-Kinzig-Kreis sagten nach Angaben des Kreises ebenfalls den Präsenzunterricht am Donnerstag ab.

Nicht nur bei Schülern, auch bei Wintersportfans sorgte der Schneefall für Freude. «Wir haben einen Rodel- und einen Schlepplift geöffnet, am Wochenende kommt noch ein weiterer Lift zum Einsatz», sagte ein Sprecher des Skigebiets Wasserkuppe. Das Skigebiet Willingen berichtete auf seiner Internetseite von sehr guten Wintersportbedingungen und fügte hinzu: «Wir freuen uns auf ein sonniges Wochenende!»

© dpa
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