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Rund 360 Menschen werden in Schleswig-Holstein vermisst

Das Kind kommt vom Spielen nicht nach Hause, der Jugendliche in der Schule nicht an. Immer wieder werden Kinder als vermisst gemeldet. Die meisten von Ihnen tauchen zum Glück schnell wieder auf.
Vermisstenfälle
Hinter einer Lupe ist der Schriftzug «Vermisste Person» auf einem Fahndungsaufruf auf der Internetseite des Bundeskriminalamtes (BKA) zu sehen. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

In Schleswig-Holstein werden rund 360 Menschen vermisst. Zum Stichtag 1. Mai lagen 361 aktuelle Vermisstenmeldungen vor, wie das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein auf Anfrage anlässlich des Tages der vermissten Kinder am Samstag (25. Mai) mitteilte. Von den Vermissten sind 110 Jugendliche unter 18 Jahren sowie 38 Kinder unter 14 Jahren. 263 der Vermissten sind sogenannte Langzeitvermisste, die mehr als drei Monate verschwunden sind. Davon sind 64 Jugendliche unter 18 Jahren und 33 Kinder unter 14 Jahren.

Nach Angaben des Bundeskriminalamtes waren am 11. Januar 2024 in Deutschland - gerechnet ab dem frühesten registrierten Vermisstendatum (1. Februar 1953) bis heute - insgesamt rund 1800 ungeklärte Fälle vermisster Kinder erfasst. Mehr als zwei Drittel dieser Kinder sind demnach unbegleitete Flüchtlinge, gehören zu den sogenannten Dauerausreißern/Streunern oder wurden ihren Sorgeberechtigten entzogen. Insgesamt sei festzuhalten, dass tagtäglich zwar viele Kinder als vermisst gemeldet werden, jedoch der Anteil der Kinder, deren Verbleib auch nach längerer Zeit nicht geklärt werden kann, sehr gering sei, schreib das BKA auf seinen Internetseiten.

Viele der Vermissten tauchen schnell wieder auf

Eine Vielzahl der Vermissten werde noch am Tag der Vermisstenmeldung innerhalb weniger Stunden wieder aufgefunden, heißt es auch beim LKA Schleswig-Holstein. Die Erfahrung habe zudem gezeigt, dass sich bereits mehr als die Hälfte der Vermisstenfälle innerhalb der ersten Woche erledigen. Bei einem Zeitraum von einem Monat liegt diese Quote bei mehr als 80 Prozent. Aber auch wenn eine Person länger als drei Monate verschwunden ist oder möglicherweise nur noch tot aufgefunden werden kann, werden die Akten nicht geschlossen: «Die Ermittlungen werden erst dann eingestellt, wenn der Vermisstenfall aufgeklärt ist», sagte der LKA-Sprecher.

Das LKA rät Eltern, die ihr Kind nicht finden können und deren Suche an bekannten Aufenthaltsorten und Nachfragen bei Familienangehörigen, Freunden und Bekannten nicht zum Erfolg führten, eine Vermisstenanzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle aufzugeben. «Nur so können die notwendigen polizeilichen Maßnahmen zeitnah eingeleitet werden.» Generell gilt, je jünger das Kind, desto höher werde die angenommene Gefahr eingeschätzt und umso weitreichender sind die anschließenden polizeilichen Maßnahmen.

Selten besteht ein Zusammenhang mit einer Straftat

Die Gründe für ein Verschwinden stehen laut LKA erfahrungsgemäß selten in Zusammenhang mit einer Straftat und sind sehr vielfältig. Kinder vergessen demnach beim Spielen die Zeit oder gehen mit Freunden mit, ohne Bescheid zu sagen. Jugendliche sehen bei Problemen häufig keinen anderen Lösungsansatz, als wegzulaufen - zum Beispiel bei Schulsorgen, Ärger mit den Eltern oder mit Erziehern in betreuten Einrichtungen. Dennoch: «Selbst wenn der mögliche Grund für das Verschwinden zunächst harmlos erscheint, muss die Polizei schnell reagieren und sehr genau hinschauen», teilte der LKA-Sprecher mit. Denn es könne trotzdem sein, dass die vermissten Kinder oder Jugendlichen in ernsthaften Schwierigkeiten steckten oder Opfer einer Straftat geworden seien.

© dpa
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