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Tag der vermissten Kinder soll informieren und helfen

Hunderte Kinder und Jugendliche werden in Niedersachsen offiziell vermisst - die meisten tauchen nach kurzer Zeit wieder auf. Manchmal bleibt das Schicksal eines vermissten Menschen länger unklar.
Sechsjähriger Arian aus Bremervörde weiter vermisst
Ein gebasteltes vierblättriges Kleeblatt mit der Aufschrift „Arian komm nach Hause“ hängt an einem Zaun. © Daniel Bockwoldt/dpa

Rund 200 Jungen und Mädchen im Alter bis 13 Jahre gelten in Niedersachsen derzeit offiziell als vermisst. Das hat das Landeskriminalamt mit Blick auf den Tag der vermissten Kinder an diesem Samstag mitgeteilt. Ein Fall, der bundesweit für Aufsehen und Betroffenheit sorgte, ist der des sechsjährigen Arian aus Bremervörde. Das autistische Kind wird seit dem 22. April vermisst. Rund eine Woche lang suchten Hunderte Einsatzkräfte und Freiwillige Tag und Nacht nach dem Jungen - an Land, im Wasser und aus der Luft. Inzwischen wird nicht mehr täglich nach dem Kind gesucht, die Polizei startete aber immer wieder Suchaktionen.

Großteil der Vermissten taucht zeitnah wieder auf

Anders als bei Arian werden die meisten als vermisst gemeldeten Menschen zeitnah wieder gefunden, wie eine Sprecherin des Landeskriminalamtes mitteilte. Viele Kinder kommen demnach nach wenigen Stunden wieder nach Hause oder werden entdeckt. Bei Jugendlichen und Erwachsenen dauere es in der Regel zwischen einem und drei Tagen, bis sie zurückkommen oder aufgegriffen werden.

Abenteuerlust oder Streit als Gründe fürs Weglaufen

Neben den Kindern waren jüngst rund 470 Jugendliche bis 17 Jahren offiziell in Niedersachsen als vermisst gemeldet. Nach den polizeilichen Daten waren in beiden Altersklassen mehr Jungen als Mädchen verschwunden. Jugendliche verlassen der Sprecherin zufolge vorrangig aus Abenteuerlust oder aufgrund von Streit im näheren Familienkreis ihr gewohntes Umfeld. Inklusive Erwachsene gab es mit Stand 22. Mai 2024 etwa 1380 offiziell vermisste Menschen.

Polizei gibt Tipps für Eltern eines vermissten Kindes

Wenn ein Kind verschwunden ist, sollten Eltern die Freundinnen und Freunde des Kindes sowie andere Eltern anrufen und klären, ob das gesuchte Kind dort ist. Das Landeskriminalamt rät Eltern, auch an mögliche Kontakte aus der virtuellen Welt, etwa aus den sozialen Medien, zu denken. Sie sollten die Polizei informieren - mit Angaben zur Bekleidung, dem letzten bekannten Aufenthaltsort, Fotos, mitgenommenen Gegenständen. Bei vermissten Minderjährigen geht die Polizei grundsätzlich von einer Gefahr aus, sobald deren Aufenthalt unbekannt ist.

Information zu Vermissten wird bundesweit geteilt

Wird ein Mensch in einer niedersächsischen Polizeidienststelle als vermisst gemeldet und zur Fahndung ausgeschrieben, erhält die Zentrale Vermisstenstelle des Landeskriminalamtes eine Mitteilung. Sie sorgt dafür, dass bundesweit alle nötigen Polizeidienststellen über die Vermisstenfahndung informiert werden.

Forderung nach verbesserter Polizeiarbeit

Der Tag der vermissten Kinder jährlich am 25. Mai soll auf das Thema aufmerksam machen und über Möglichkeiten zur Vorsorge informieren. In Deutschland wird der Aktionstag unter anderem von der «Initiative Vermisste Kinder» aus Hamburg aufgegriffen, die Eltern und Familienangehörige von vermissten Kindern unterstützt. Sie fordert, die Polizeiarbeit in Vermisstenfällen kontinuierlich zu verbessern. «Unser Ziel ist es, dass kein Kind verloren geht und dass die Bevölkerung umfassend und rechtzeitig informiert wird, um gemeinsam zur Suche beitragen zu können», teilte die Initiative mit. Besonders der Einsatz des Handy-Alarmsystems Cell Broadcast solle in lebensbedrohlichen Fällen schneller und gezielter erfolgen, hieß es. Der Verein betreut nach eigenen Angaben die europaweit einheitliche Hotline für vermisste Kinder unter der Rufnummer 116000 in Deutschland.

© dpa
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