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«Flagge zeigen» für Zukunft auf dem Land beim Landjugendtag

Feiern, Diskutieren, Vernetzen - am Wochenende treffen sich rund tausend junge Menschen aus dem ländlichen Raum zum Deutschen Landjugendtag.
Deutscher Landjugendtag
Fähnchen sind am Bahnhof zu sehen, kurz bevor ein Sonderzug aus Baden-Württemberg mit hunderten Teilnehmern eintrifft. © Birgitta von Gyldenfeldt/dpa

«Segel setzen, Flagge zeigen» - unter diesem Motto wird am Wochenende in Jübek (Kreis Schleswig-Flensburg) der 39. Deutsche Landjugendtag (DLT) veranstaltet. Rund 1000 Jugendliche und junge Menschen aus ganz Deutschland werden in dem Dorf bei Schleswig erwartet. Bis Sonntag «setzen wir die Segel und zeigen Flagge: für Aufbruch, Zusammenhalt und Zukunft», sagten die Vorsitzenden des Landjugendverbandes Schleswig-Holstein, Lena Hagge und Tajo Lass. «Gemeinsam setzen wir ein starkes Zeichen für unsere Werte, für Demokratie, für die Zukunft junger Menschen auf dem Land.» Dieses Wochenende könnten alle sehen und miterleben, was die Jugend auf die Beine stellen kann.

Junge Leute wollen auf dem Land bleiben

Die beiden Bundesvorsitzenden Theresa Schmidt und Lars Ruschmeyer teilten in einem gemeinsamen Statement mit: «Wir, die jungen Menschen vom Land, haben viele Ideen und Tatkraft. Wir wollen auf dem Land leben, arbeiten und Familien gründen.» Dafür sei aber eine gute Infrastruktur entscheidend. «Wir brauchen bessere Bus- und Bahnverbindungen. Junge Menschen müssen ohne Auto mobil sein können.» Daseinsvorsorge sei ein Muss, kein Kann. Zudem brauche es flächendeckend gute Schulen und Ausbildungsmöglichkeiten, schnelles Internet und ärztliche Versorgung.

Schmidt und Ruschmeyer betonten: «Wir packen an und gestalten unser Umfeld. Gebt uns die Mittel und das Vertrauen, um unsere Dörfer lebendig zu halten.» Der Landjugendtag und die Jubiläumsaktion Hand in Hand fürs Land zeigten: «Gemeinsam können wir viel erreichen».

Auf dem Programm stehen Exkursionen, Feiern und Erfahrungsaustausch

Den Deutschen Landjugendtag gibt es seit 1950. Hier treffen sich die Landjugendlichen, um Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen, um gemeinsam zu feiern, sich bei Exkursionen weiterzubilden und die gastgebende Region kennenzulernen. Etwa 10.000 Stunden haben die Ehrenamtlichen des Landjugendverbandes Schleswig-Holstein investiert, um das diesjährige Treffen auf die Beine zu stellen, wie das Orga-Team mitteilte.

Die Teilnehmer des DLT können zwischen verschiedene Exkursionen - von Hof- und Unternehmensbesuchen über Kanufahrten und Boßeln bis hin zu Yoga - auswählen. Zudem gibt es zwei Partys und eine Theaterpremiere. Am Samstagmorgen werden außerdem die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Claudia Müller, die Präsidentin Deutscher LandFrauenverband (dlv), Petra Bentkämper, sowie der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, zu einer Diskussionsrunde erwartet.

Treffen sollte eigentlich schon 2020 in Schleswig-Holstein sein

Einige Tage vor dem Großevent steht John Gosch auf dem Hof in Jübek-Friedrichsau, den er gemeinsam mit seinen Eltern betreibt. Für ihn ist es das erste Bundestreffen, das er mitmacht - und in diesem Fall auch mitorganisiert. Eigentlich sollte das Treffen, das alle zwei Jahre stattfindet, bereits 2020 im nördlichsten Bundesland veranstaltet werden - in Wacken. Doch dann kam Corona dazwischen. Ein neuer Veranstaltungsort musste her und Gosch warf Jübek in den Ring. Hier gibt es ein Stadion, in dem früher auch Open-Air-Konzerte veranstaltet wurden. «Die Örtlichkeit ist super und da hab' ich gesagt, warum nicht Jübek», sagt Gosch. Die Gemeinde war auch dabei und so wurde Jübek Ausrichter des 39. Bundestreffens.

Landjugend organisiert viele Aktionen für Jugendliche auf dem Dorf

Gosch ist 2013 in die Landjugend eingetreten, «mit 15, 16 Jahren». Vom Hof kommen, so wie er, muss man nicht, um in der Landjugend mitzumachen - auch wenn viele eine Verbindung zur Landwirtschaft hätten. Es ist eine Jugendgruppe auf dem Dorf eigentlich», sagt der Mittzwanziger. In Jübek gebe es noch vergleichsweise viele andere Angebote für Jugendliche, Sportvereine beispielsweise.

Aber anderswo gebe es nur die Landjugend, «und dann geht man da halt hin und hat die Aktionen, die man sonst über den Sportverein machen kann.» Auch die Jübeker Ortsgruppe trifft sich zu verschiedenen Aktionen, wenn laut Gosch auch nicht so regelmäßig wie manch andere. Aber dennoch wird mal ein Osterfeuer auf die Beine gestellt, mal Kanufahren, Bowlen oder eine Radtour zum Fischbrötchenessen nach Schleswig organisiert.

Der Bund der Deutschen Landjugend ist eigenen Angaben zufolge der größte Jugendverband im ländlichen Raum. Er macht sich für junge Menschen auf dem Land stark: «Wir vertreten ihre politischen Interessen und wollen vor allem eins: ihre Lebens- und Bleibeperspektiven in ihrer ländlichen Heimat verbessern.» In 18 Landesverbänden gestalten rund 100.000 ehrenamtlich Aktive das Leben vor Ort.

© dpa
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