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80 Schulen sollen von Startchancen-Programm profitieren

Bund und Länder wollen sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler mit zwei Milliarden Euro pro Jahr gezielt beim Lernen fördern. 4000 Schulen sollen bundesweit profitieren - auch in Hamburg.
Schulsenatorin Ksenija Bekeris (SPD)
Ksenija Bekeris (SPD), Hamburgs neue Senatorin für Schule und Berufsbildung, steht im Rathaus vor Beginn der SPD-Fraktionssitzung vor dem Sitzungssaal. © Marcus Brandt/dpa

Bis zu 45.000 Hamburger Schülerinnen und Schüler an mehr als 80 Schulen sollen vom neuen Startchancen-Programm profitieren, auf das sich Bund und Länder in der vergangenen Woche verständigt haben. Insgesamt erhalte Hamburg in den kommenden zehn Jahren vom Bund 215 Millionen Euro zur Lernförderung benachteiligter Kinder und Jugendlicher aus finanzschwachen Haushalten, sagte Bildungssenatorin Ksenija Bekeris am Montag im Rathaus.

«Mit den zusätzlichen Mitteln kann Hamburg seine bestehenden Programme wie beispielsweise die Sprachförderung, die Lernförderung oder das Programm «23+ Starke Schulen» ausweiten, aber auch neue Maßnahmen für mehr Chancengerechtigkeit auflegen», sagte die SPD-Politikerin.

Laut der Bund-Länder-Einigung sollen durch das Startchancen-Programm bundesweit rund eine Million benachteiligte Schülerinnen und Schüler beim Lernen der Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik sowie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert werden.

Im Startchancen-Programm sollen 40 Prozent der Fördermittel in Investitionen in ein zeitgemäßes Lernumfeld fließen und jeweils 30 Prozent in die bedarfsgerechte Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie in mehr Personal für multiprofessionelle Teams an Schulen. Der Fokus solle in Hamburg auf den Grundschulen liegen, sagte Bekeris.

Hamburg ist wie jedes andere Bundesland verpflichtet, die Bundesförderung zu gleichen Teilen mit Landesmitteln aufzustocken, sodass deutschlandweit insgesamt zwei Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung stehen, wie Schulstaatsrat Rainer Schulz sagte. Er verwies auf die bereits jetzt hohen Investitionen der Stadt im Bereich Schulbau und Lernförderung. Insofern kämen die Bundesmittel nun zusätzlich dazu.

Bekeris zufolge ist Hamburg in der Schulpolitik seit Jahren mit dem jährlich erhobenen Sozialindex, der Ganztagsschule und zahlreichen Förderprogrammen auf Kinder und Jugendliche fokussiert, die von Haus aus benachteiligt seien. «Ich freue mich sehr, dass dieser Schwerpunkt nun auch deutschlandweit umgesetzt werden soll.»

Die schulpolitische Sprecherin der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, Sabine Boeddinghaus, begrüßte zwar, dass für zehn Prozent der elf Millionen Schüler und Schülerinnen in Deutschland nun Geld in nennenswerter Größe aufgebracht werde. Der Beginn des Programms komme aber viel zu spät und die Ausgaben seien zu gering, sagte sie.

Zudem hätten weder Hamburg noch der Bund in den vergangenen zwanzig Jahren wirkliche Erfolge beim Abbau der Bildungsungerechtigkeit vorzuweisen. «Es führt doch am Ziel vorbei, jetzt mehr Geld in additive Sonder- und Förderprogramme zu stecken, statt in ganzheitliche und inklusive Maßnahmen.» Wieder liege der Fokus auf Noten und Vergleichsstudien, «nicht auf der Gesundheit und der Lernfreude der Kinder und Jugendlichen», sagte Boeddinghaus.

© dpa
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