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Baerbock informiert sich über grünes Projekt in Cottbus

Cottbuser und Lausitzer Region sollen mit Wärme und Strom aus Erneuerbaren versorgt werden. Ein Großprojekt der Stadtwerke zieht die Aufmerksamkeit von Grünen-Politikerin Baerbock auf sich.
Außenministerin Baerbock besucht Heizkraftwerk Cottbus
Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen, M), Außenministerin, gibt bei ihrem Besuch des Heizkraftwerkes Cottbus ein Pressestatement ab. © Frank Hammerschmidt/dpa

Die Cottbuser Stadtwerke wollen bei der Erzeugung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien als Versorger Vorreiter in Brandenburg werden. Der Plan ist, dass künftig mindestens 40 Prozent der Fernwärme durch eine Großwärmepumpe im Cottbuser Ostsee bereitgestellt werden. Über entsprechende Pläne des Unternehmens informierte sich die Bundesaußenministerin und grüne Brandenburger Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock am Montag im Heizkraftwerk in Cottbus.

Solch eine Wasser-Wärme-Versorgung sei für die Region eine große Chance, denn solche Bedingungen gebe es andernorts nicht, sagte Baerbock. «Die Planungen hier in der Region sind ja, dass wir bis Ende 2030 aus der Braunkohle entsprechend aussteigen können. Dafür braucht es jetzt die Investitionen in die Alternativen, das bedeutet, dass in diesem Jahr die finanziellen Grundlagen dafür geschaffen werden müssen», machte sie deutlich. «Es braucht jetzt die Planungssicherheit», so die Außenministerin - beispielsweise für eine Seewasserpumpe mit Wasser aus dem Cottbuser Ostsee. Zu klären sei noch dieses Jahr, wie Land und Bund unterstützen können.

Die Anlage könnte über Mittel aus dem Strukturwandel finanziert werden. Das Projekt muss allerdings in Brüssel notifiziert werden. Ein Bau könnte nach Angaben des Geschäftsführers der Stadtwerke fünf Jahre dauern. Aktuell werde die Finanzierung über ein Bundesprogramm für Großwärme-Pumpen geprüft. «Klar ist, wir werden diesen Kraftakt nur gemeinsam stemmen können», sagte Baerbock. Das gehe nur, wenn Stadtwerke wie in Cottbus verlässlich planen könnten.

Stadtwerke wollen mit Projekt loslegen

Die Stadtwerke wollen ihr Vorzeigeprojekt der Seewärmepumpe am Ostsee trotzdem schon starten: In den nächsten bis zu drei Monaten sollen die Förderanträge gestellt werden, wie Vlatko Knezevic, Geschäftsführer der Stadtwerke Cottbus, berichtete. Eine neue Teststation für Großwärmepumpen ist vom Fraunhofer-Institut eingerichtet worden. Nach aktuellem Stand werden die Kosten für die 35-Megawatt-Anlage auf 80 Millionen Euro geschätzt. Zwei Schläuche werden zur Wasserentnahme und Rückführung an dem Cottbuser Ostsee installiert. Sie laufen dann in ein Gebäude, in dem sich die Wärmepumpe befindet. Knezevic zeigte über den Inhalt der Gespräche mit Baerbock zufrieden. «Ich bin sehr guter Dinge, dass wir die Projekte bewerkstelligen.»

Derzeit bezieht Cottbus einen Teil seiner Fernwärme aus dem Kraftwerk Jänschwalde. Doch dieses wird 2028 außer Betrieb gehen. Die Stadtwerke Cottbus bereiten sich darauf vor. Ein neues künftig wasserstofffähiges Blockheizkraftwerk ist im Jahr 2022 in Betrieb gegangen. Zusätzlich wurden neue Wärmespeicher errichtet. Künftig wollen die Stadtwerke noch stärker erneuerbare Energien einsetzen, beispielsweise über die Seewasserwärmepumpe.

© dpa
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