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Verband wirbt um «feuerwehrfreundliches Umfeld»

Wenn es brennt, ein Unfall passiert ist, Hochwasser droht oder bei Sturm Bäume umknicken - dann werden in Bayern die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr gerufen. Der Verband hofft dabei auf Verständnis - bei Arbeitgebern und Familien.
Feuerwehr
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs der Feuerwehr. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Bayerns freiwillige Feuerwehren werben um ein «feuerwehrfreundliches Umfeld» in Gesellschaft und Wirtschaft. Feuerwehren seien ein Stabilitätsfaktor in der Gesellschaft, sagte der Chef des Landesfeuerwehrverbandes (LFV), Johann Eitzenberger, der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb lege der Verband auch Wert auf seine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. «Die Zukunft des Ehrenamts ist davon abhängig, wie die Menschen miteinander umgehen.» Ergänzend zur feuerwehrtechnischen Ausbildung der Mitglieder gebe es deshalb auch Angebote etwa zum Konfliktmanagement und zur Vermittlung von Sozialkompetenz in den Feuerwehren, «das ist uns eine Herzensangelegenheit».

Feuerwehrleute und generell Einsatzkräfte seien «aus dem gleichen Holz geschnitzt, Hilfsbereitschaft gegenüber den Mitmenschen ist das zentrale Element», betonte Eitzenberger. Es brauche ein Umfeld, das dem Feuerwehrdienst positiv gegenüberstehe - also seitens des Arbeitgebers und seitens der Familie. «Ich glaube, das funktioniert grundsätzlich gut. Dafür zu arbeiten ist aber eine Daueraufgabe», betonte der Verbandschef.

Die Mitgliederentwicklung bezeichnete er als positiv, es sei beispielsweise gelungen, zahlreiche Kinderfeuerwehr-Gruppen neu zu gründen. Auch bei der Jugendfeuerwehr habe sich nach einem Einbruch in der Pandemie die Lage erholt. Rund 270 000 Einsätze registrierten die freiwilligen Feuerwehren in Bayern 2022. Die Spannbreite reicht von Bränden über Unfälle bis hin zu Einsätzen bei Hochwasser und Sturm. «Es ist gut, wenn wir Einsätze erfolgreich bewältigen können. Aber hinter jedem Einsatz steckt ein Brand, Unfall oder schweres Schicksal», betonte Eitzenberger.

Die Digitalisierung sei natürlich auch im Feuerwehrwesen ein wichtiges Schlagwort. «Das ist aber eine komplexe Sache. Es gibt einzelne Ansätze wie etwa den digitalen Dienstausweis. Es gibt viele Insellösungen, wir wollen jedoch ganzheitliche Ansätze finden», sagte Eitzenberger. «Digitalisierung ist ein laufender Prozess. Bis alles, was mit dem Feuerwehrdienst zu tun hat, durchgängig gestaltet ist, ist es noch ein weiter Weg. Aber das sollte uns nicht entmutigen, sondern anspornen, bestehende Netzwerke und Kooperationen weiter auszubauen.»

In Bayern gibt es nach Verbandsangaben rund 7700 freiwillige Feuerwehren mit rund 320 000 ehrenamtlichen Feuerwehrmännern und -frauen. Nur die sieben bayerischen Großstädte haben Berufsfeuerwehren.

© dpa
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