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Staus bei Reisen Richtung Süden vorprogrammiert

Ein heftiges Unwetter hat ein Stück Autobahn zerstört, das auf einer wichtigen Nord-Süd-Verbindung über die Alpen liegt. Es gibt Alternativen, aber Reisende müssen mehr Zeit einkalkulieren.
Stau
Fahrzeuge stauen sich auf einer Autobahn. © Marcus Brandt/dpa/Symbolbild

Bei Urlaubsfahrten nach Südeuropa ist wegen der Schäden durch Unwetter in der Schweiz in den kommenden Wochen mit Staus und Engpässen zu rechnen. Empfehlenswert sei eine weiträumige Umfahrung der Schweiz, sagte Verkehrsminister Alber Rösti am Dienstag in Bern. 

Ein Stück der Autobahn 13 entlang der San-Bernardino-Route in der Ostschweiz war durch Hochwasser am Freitagabend zerstört worden. Der Verkehr ist gesperrt. Noch im Juli solle dort aber wenigstens eine Fahrbahn in beide Richtungen repariert sein, bekräftigte Rösti. Auf der Alternativroute durch den Gotthard-Straßentunnel wird die Sperrung in der Nacht aufgehoben, um mehr Verkehr zu ermöglichen. Am Nord- und Südportal des Tunnels gibt es aber ohnehin oft im Sommer Staus. Die Schweizer Bahn will auch mehr Züge einsetzen, in der Hoffnung, dass mehr Reisende auf die Schiene umsteigen. 

Wie Reisende Staus umgehen können 

Infrage komme für Reisende der Brenner in Österreich, sagte Lorenzo Quolantoni, Sprecher des Bundesamts für Straßen (Astra), der Deutschen Presse-Agentur. «Es kann auch jeder einzelne etwas dazu beitragen, Staus zu vermeiden», sagte er. «Zum Beispiel, indem man seine Fahrt nicht in die Stoßzeiten oder auch in die Nacht verlegt.» 

«Reisende müssen mehr Zeit für die Reise einrechnen - sei es für Stau oder eine großräumige Umfahrung», sagte die Sprecherin des Schweizer Automobilclub TCS, Vanessa Flack, der dpa. Der TCS empfiehlt als Ausweichrouten den Gotthardpass, den Lukmanierpass und den Splügenpass oder den Lötschbergtunnel. 

San-Bernardino-Route nach Wiedereröffnung vorerst mit Tempolimit 

Die einspurige Strecke über die A13 und die San Bernardino-Route sollte in drei bis vier Wochen fertig sein, sagte Quolantoni. Dort werde es Tempolimits geben. Am Montag hätten dort bereits die Aufräumarbeiten begonnen. Unter anderem werde das Flussbett des Flusses Moesa freigelegt. Es war bei dem Unwetter mit Schutt verstopft worden, was zu Überschwemmungen und Schäden geführt hatte.

Über die San-Bernardino-Routen verkehrten im Juli 2023 pro Tag im Schnitt gut 12.000 Fahrzeuge. Durch den Gotthard-Straßentunnel waren es im Juli 2023 gut 26.000 Fahrzeuge in beide Richtungen. Der Tunnel könne in begrenztem Rahmen mehr Verkehr bewältigen, sagte Quolantoni. Das Limit liege bei 1000 Fahrzeugen pro Stunde pro Fahrtrichtung.

© dpa
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