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Stars feiern Wiedersehen «mit einer Träne im Auge»

Fast 20 Jahre lang war die Nonnen-Serie «Um Himmels Willen» ein Dauerbrenner in der ARD, vor drei Jahren war es vorbei. Jetzt wurde ein verspäteter Abschied gefeiert.
Wiedersehensfeier bei
Cast und Crew zeigen sich bei der Wiedersehensfeier der Serie "Um Himmels Willen" im Biergarten der Emmeramsmühle. © Felix Hörhager/dpa

Drei Jahre nach Ausstrahlung der letzten Folge der ARD-Kultserie «Um Himmels Willen» habe die Schauspieler und das Fernsehteam in München großes Wiedersehen gefeiert. «Das ist ein bisschen wie nach Hause kommen», sagte Schauspielerin Janina Hartwig (62) der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend.

Als die Serie 2021 zu Ende ging, sei wegen der Corona-Pandemie kein Abschiedsfest möglich gewesen. Das werde nun nachgeholt, sagte sie. Außerdem wollte sich das Team gemeinsam an die Kollegen erinnern, die nicht mehr mit ihnen feiern können: Im vergangenen Jahr starb Karin Gregorek (spielte in der Serie «Schwester Felicitas»), bereits im Mai 2022 Horst Sachtleben («Bischoff Rossbauer») und im März dieses Jahres Fritz Wepper, der die Serie in der Rolle des Bürgermeisters Wolfgang Wöller fast 20 Jahre lang geprägt hatte - 15 davon an der Seite von Hartwig als Schwester Hanna.

Sie feiere das Fest auch «mit einer Träne im Auge», sagte Hartwig der dpa. Aber sie freue sich, «dass wir auf diese Art und Weise auch gemeinsam an Fritz denken können». Sie selbst habe Wepper drei Tage vor dessen Tod noch gesehen - als ihm ein letzter Wunsch, ein letzter Besuch des Circus Krone in München, erfüllt wurde. «Wir waren einfach ein cooles Paar vor der Kamera», sagte sie.

Und das ganze Team sei über die vielen Jahre eng zusammengewachsen: «Wir sind alle gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen», sagte Hartwig. «Es wurden Kinder geboren, es sind Verwandte gestorben, es gab Trennungen, es gab Hochzeiten.». Aber: «Ganz besonders werde ich natürlich an Fritz denken.»

Auch Gaby Dohm (spielte Oberin «Luise von Beilheim») und Jutta Speidel (war «Schwester Lotte») waren neben vielen anderen zum Wiedersehenstreffen, das die Produktionsfirma ndf organisiert hatte, gekommen. «Ich habe die Serie ja als Schwester Lotte aus der Taufe gehoben», sagte Speidel der dpa. «Ich bin sozusagen die Basis für diese Serie.» Sie erinnere sich sehr gern an die Anfänge zurück und sei noch heute mit vielen Kolleginnen, die sie dort kennengelernt habe, befreundet.

«Um Himmels Willen» war nach 20 Staffeln, mit denen die Serie ein Millionenpublikum erreichte, abgesetzt worden - im Juni 2021 lief die letzte Folge. «Wir sind der festen Überzeugung, dass man aufhören sollte, wenn es am schönsten ist», hieß es damals von der ARD zur Begründung.

«Um Himmels Willen» war seit Januar 2002 am Dienstagabend im Ersten gelaufen. Von Anfang an dabei war Wepper in der Rolle des Wolfgang Wöller, Bürgermeister des fiktiven Städtchens Kaltenthal. Drehorte waren Landshut und Niederaichbach in Niederbayern sowie München und Umgebung. Die ARD nannte «Um Himmels Willen» einmal eine «der erfolgreichsten Serien im Ersten». Sie galt lange als Quotengarant.

© dpa
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