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Sender feiern 40 Jahre privater Rundfunk Bayern

Heute kaum mehr vorstellbar: ein Leben ohne schier unzählige Radio- und TV-Sender. Vor vier Jahrzehnten starteten die «Privaten» und immer neue Medien kamen dazu. Eines der Pilotprojekte für den «Urknall» war in Bayern.
Bayerische Landeszentrale für neue Medien
Logo am Eingang zur Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien (BLM). © Andreas Gebert/dpa/Archivbild

Vor 40 Jahren ging in Deutschland erstmals privater Rundfunk auf Sendung. In Bayern startete zum April 1984 ein Pilotprojekt via Kabel für TV und Radio in München. Heute gibt es im Freistaat nach Angaben der Rundfunkaufseher mehr als 130 Radio- und 140 Bewegtbild-Programme, die lokal und teils auch landes- oder sogar bundesweit zu empfangen sind. Und via Internet ist das Publikum rund um die Erde zu erreichen.

Bis die Privaten an den Start gehen durften, waren Radio und TV jahrzehntelang den öffentlich-rechtlichen Sendern vorbehalten. So feiert der öffentlich-rechtliche Bayerische Rundfunk (BR) als Teil der heutigen ARD in diesem Jahr bereits seinen 75. Geburtstag.

Zu 40 Jahren Privatfunk laden viele bayerische Privatsender an diesem Samstag (09. März) zu einem Tag der offenen Studios ein. Bei einer Festveranstaltung bereits am heutigen Freitag wird in München auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erwartet. Medienpolitik spielt im Freistaat traditionell eine große Rolle und ist direkt in der Staatskanzlei angesiedelt.

Medienstandort Bayern bundesweit relevant

Der Großraum München wurde über die Jahrzehnte zu einem der größten Medienstandorte Deutschlands. Der Privatsenderkonzern ProSiebenSat.1 etwa hat hier seinen Sitz. Mit dem Sat.1-Vorgänger PKS (Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenrundfunk) hatte in Deutschland zum 1. Januar 1984 das Privatfernsehen in Deutschland begonnen. Einen Tag später startete damals RTLplus aus Luxemburg via Antenne. Im aktuellen Programm bieten Sat.1 und RTL im Freistaat zu bestimmten Zeiten in den «bayerischen Fenstern» via Kabel regionale und lokale Inhalte.

Mitte der 1980er-Jahre trieb zunächst der Kabelausbau die Entwicklung der kommerziellen Privatsender voran. Parallel nahm die Planung für terrestrische UKW-Frequenzen in Bayern für lokale Anbieter und eine landesweite Hörfunkkette Fahrt auf.

Als erste Sender tatsächlich «on air» gingen Ende Mai 1985 der BLM zufolge Radio Süd, Radio Gong 2000 und Radio M1. 1986 wurde im Großraum München mit Kanal 4 erstmals ein TV-Programm via Antenne verbreitet. Als landesweiter Radiosender konkurriert bis heute Antenne Bayern mit dem BR - und ist inzwischen digital auch bundesweit zu empfangen.

Rundfunksender stehen für Freiheit

Zuständig für den privaten Rundfunk im Freistaat ist die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM). Sie ist eine der 14 Landesmedienanstalten in Deutschland. Sie beaufsichtigt und fördert zugleich die lokalen und regionalen Radio- und TV-Programme in Bayern.

«Wir feiern heuer nicht nur 40 Jahre privater Rundfunk, sondern auch 75 Jahre Grundgesetz und damit 75 Jahre Rundfunkfreiheit», sagt BLM-Präsident Thorsten Schmiege zum Jubiläum. «Wir können stolz sein auf unsere Sender, die frei und unabhängig berichten können.»

Das Nebeneinander von Öffentlich-Rechtlichen und Privatsendern im dualen System bedeutet Wettbewerb um das Publikum. Privatsender erwirtschaften ihre Einnahmen ganz überwiegend über Werbung, was aktuell zunehmend schwieriger ist. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk lebt dagegen hauptsächlich vom Rundfunkbeitrag, den die Menschen in Deutschland zahlen müssen.

Zusätzliche große Konkurrenz bekommen Private wie Öffentlich-Rechtliche inzwischen vor allem via Internet. Streaminganbieter für Filme, Videos und Musik sowie Podcaster wollen alle möglichst viel Zeit des Publikums für sich erobern.

© dpa
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