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Millionenschwerer Umbau: Alpines Museum wiedereröffnet

Nach drei Jahren Bauzeit können Besucher im Museum des Deutschen Alpenvereins wieder in die Geschichte des Bergsports eintauchen. Annehmlichkeiten wie eine Klimaanlage sucht man dort aber vergebens.
Alpines Museum München
Blick in die Ausstellung «Darum Berge» im Alpinen Museum des Deutschen Alpenvereins (DAV). © Sven Hoppe/dpa

Mit einer neuen Ausstellung «Darum Berge» hat nach dreijähriger Bauzeit das Alpine Museum des Deutschen Alpenvereins (DAV) wieder die Pforten geöffnet. Das Museum auf der Praterinsel inmitten Münchens war für 10,5 Millionen Euro modernisiert und umgebaut worden. Es verfügt damit nun über rund 600 Quadratmeter Fläche für Ausstellungen und Veranstaltungen. Dazu zählen auch ein gastronomischer Bereich und die Bibliothek, wie der DAV am Donnerstag mitteilte.

«Die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre und die Weiterentwicklung des Deutschen Alpenvereins haben auch die Kulturarbeit vor neue Aufgaben und Herausforderungen gestellt», sagte DAV-Präsident Roland Stierle zur Eröffnung. «Wir verstehen das Museum mit Archiv und Bibliothek als unser kulturelles Zentrum.» Es solle dem gesamtgesellschaftlichen Austausch zu allen alpinen Themen dienen.

Der Bau ist barrierefrei und wurde mit Blick auf Klimaschutz konzipiert. «Der DAV will bis 2030 klimaneutral werden, das Thema Nachhaltigkeit war uns also ein besonderes Anliegen», sagte Stierle. «Der Umbau kommt diesem Ziel gleich mehrfach nach.»

Unter anderem verfügt das Haus über vergleichsweise wenig technische Ausstattung; auf eine Klimaanlage wurde komplett verzichtet. Zudem seien die Räume flexibel nutzbar. Für den Bau wurden nachhaltige Baustoffe verwendet, etwa heimische Hölzer wie europäischer Ahorn und Eichenholz und ein Bodenbelag aus oberbayerischem Nagelfluh-Gestein.

Die neue Dauerausstellung wirft auf 120 Quadratmetern Schlaglichter auf die mehr als 200-jährige Geschichte des Bergsteigens, von den Anfängen Ende des 18. Jahrhunderts aus vorwiegend wissenschaftlichen Motiven über die darauffolgende Faszination vieler Menschen für das Bergsteigen bis heute. Es sei bewusst nicht die klassische Ausstellung zur Alpingeschichte mit Höchstleistungen. Sie befasse sich vielmehr vor allem mit den Motiven der Bergsportler allgemein. Dazu zählen Naturerleben ebenso wie Leistung.

Die Ausstellung befasst sich auch mit Antisemitismus und Ausgrenzung innerhalb vom DAV während der Nazi-Zeit, die der Verein vor rund 15 Jahren umfassend aufgearbeitet hatte. Die erste große Sonderausstellung «Zukunft Alpen» zu Auswirkungen des Klimawandels im Alpenraum soll im Juli eröffnet werden.

Das Museum war 1911 gegründet, im Zweiten Weltkrieg in Schutt Asche gelegt und dann in den 1990er Jahren erneut gegründet worden.

© dpa
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