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Bergwacht zieht Bilanz: «Wintersaison mit vielen Gesichtern»

Milder Winter im Tal, aber Rekorde bei den Schneehöhen hoch oben auf den Gipfeln: Die Bergwacht zieht Bilanz eines ungewöhnlichen Winters - der die Retter auf neue Weise forderte.
Bergwacht: Ungewöhnlicher Winter für Einsatzkräfte
Das Logo der Bergwacht ist an der Scheibe des Schneemobils am Fallbachhang zu sehen. © Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

Grüne Wiesen im Tal, so viel Schnee wie lange nicht in den Hochlagen der Berge: Die Wintersaison hat sich in Bayern dieses Jahr extrem zweigeteilt gezeigt. Das bekam auch die Bergwacht zu spüren: Während die Wintersaison früh mit viel Schnee begann und in den hohen Lagen Wintersport bis weit ins Frühjahr möglich war, stapften zur gleichen Zeit weiter unten Wanderer und Bergsteiger bergauf.

«Am Vormittag gilt es, einen gestürzten Wanderer auf dem schneefreien Wanderweg zu versorgen, am Nachmittag steht dann ein Einsatz bei 1,5 Meter Schnee im Gipfelbereich an», schilderte Thomas Lobensteiner, Vorsitzender der Bergwacht Bayern die Auswirkungen für die Retter. «Mittlerweile müssen unsere Einsatzleiterinnen und Einsatzleiter sowie unsere ehrenamtlichen Bergretterinnen und Bergretter über den gesamten Winter hinweg maximal flexibel sein.»

Mit 530 Einsätzen und einem Anteil von knapp zwölf Prozent an den Gesamteinsätzen seien Vorfälle beim Bergsteigen und Wandern im vergangenen Winter der zweithäufigste Einsatzgrund für die Bergwacht gewesen, berichtete der Geschäftsführer der Bergwacht, Klaus Schädler. Nur im Winter 2021/2022, einer Corona-Saison, fiel die Zahl dieser Einsätze mit 550 noch höher aus. In der Vorsaison gab es gut 380 Einsätze; 2020/2021 waren es rund 440.

Insgesamt bewältigten ehrenamtliche Einsatzkräfte vom 1. Dezember vergangenen Jahres bis 30. April dieses Jahres rund 4450 Einsätze, die Region reicht von Oberstdorf bis Berchtesgaden und über den Bayerischen Wald bis hinauf in die Rhön. Es habe damit rund 360 Einsätze mehr gegeben als in der Vorsaison.

Am häufigsten mussten die Bergwachtler wie stets auf Skipisten helfen. Knapp 3070 Einsätze hatten sie allein im Zusammenhang mit Skifahren und Snowboarden - das waren fast 60 Prozent der Gesamteinsätze. Der Spitzenmonat war der Januar mit allein 1000 Einsätzen beim Pistenskilauf.

Abseits der Pisten registrierte die Lawinenwarnzentrale Bayern zehn Lawinenunfälle. Ein Unfall am 14. Januar am Linkerskopf im Allgäu verlief tödlich. Dort hatte ein Schneebrett einen Skitourengeher mitgerissen, der daraufhin im felsigen Steilgelände abstürzte.

Fast 180 Mal rückte die Bergwacht aus, um unverletzten Menschen am Berg zu Hilfe zu eilen. Gelegentlich stießen die Retter auch auf Kurioses. Zwei junge Männer waren bei Schnee, Lawinengefahr und Dunkelheit im Allgäu am Schrecksee - im Sommer beliebtes Motiv auf Instagram - in Bergnot geraten. Ein Hubschrauber konnte zunächst nur Ausrüstung für eine Übernachtung abwerfen. Bei der Rettung am nächsten Tag stellte sich heraus: Die beiden hatten im tiefen Schnee Schlittschuhe dabei - Landschaft und Schrecksee aber lagen unter einer mächtigen Schneedecke.

© dpa
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